Bild: JANE BIRKIN . ACTRICE . CHANTEUSE . DEAUVILLE . 12 SEPTEMBRE 1985 .

Zärt­lich­keit gegen die Welt: «Ser­ge & Jane» und die ver­lo­re­ne Kunst des Liebens

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Ser­ge Gains­bourg (1928–1991), das Enfant ter­ri­ble der fran­zö­si­schen Kul­tur, und Jane Bir­kin (1946–2023), die bri­ti­sche Novel­le-Vague-Göt­tin, leb­ten eine Lie­be, die in jeder Hin­sicht aus­ser­halb der Norm steht. Die bei­den waren pro­vo­kant und zärt­lich, exzes­siv und kon­zen­triert, extrem, poli­tisch inkor­rekt, ästhe­tisch revo­lu­tio­när, doch immer Gegen­wart, Wahr­heit und Wirk­lich­keit ver­pflich­tet. Bei­de leb­ten exzes­siv Kri­sen, Eifer­sucht, Alko­hol, doch sie lösch­ten sich nie aus, wies so vie­le bekann­te Paa­re taten.

Jane Bir­kin war für mich immer ein Wesen aus einer ande­ren Welt. Durch­schei­nend, zart, fast kör­per­los – eine Erschei­nung, die sich der Schwer­kraft wider­setz­te. Die iko­ni­sche Fra­gi­li­tät der 1960er- und 1970er-Jah­re war der Gegen­ent­wurf zu den ama­zo­nen­haf­ten, kraft­voll trai­nier­ten «Ich bin da»-Statement-Frauen der 1990er-Jah­re. Die Bir­kin wur­de zunächst berühmt durch eine Lied­auf­nah­me mit der gros­sen Lie­be ihres Lebens: «Je t’aime … moi non plus».

Es ist ein ver­stö­ren­der Song in einer ver­stö­ren­den Bezie­hung, die nach MeToo schreit. Die Irri­ta­ti­on, die der Song mit sich bringt, erzählt viel über die kul­tu­rel­len Codes der weib­li­chen Stim­me, über die weib­li­che Lust und über die tie­fe Unru­he, die ent­steht, wenn männ­li­che Selbst­ver­ständ­lich­kei­ten auf weib­li­che Frei­hei­ten tref­fen. Das ist die Rei­bung, die Jane Bir­kin und ihre Geschich­te mit Ser­ge Gains­bourg bis heu­te so fas­zi­nie­rend macht.

Es gibt Love­sto­rys, die die Welt zum Leuch­ten brin­gen, indem sie bei­de Lie­ben­den ver­bren­nen. «Romeo und Julia» bei­spiels­wei­se, der Beginn des Mythos der Moder­ne. Im Absturz ent­fal­tet sich dann die gan­ze Wucht von Lie­be und Lust, zer­stö­re­risch, grell, toxisch. Und doch kön­nen sol­che Bezie­hun­gen, von denen das Buch «Ser­ge & Jane» erzählt, das ich Ihnen hier emp­feh­le, vom Kriegs­feld direkt in die Frie­dens­po­li­tik füh­ren. Jane Bir­kin prä­sen­tier­te 2017, ein Vier­tel­jahr­hun­dert nach Ser­ge Gains­bourgs Tod, einen Lie­der­zy­klus, den sie vor Publi­kum und mit einer Tour­nee prä­sen­tier­te: «Birkin/Gainsbourg: le sym­pho­ni­que». 21 Lie­der von Ser­ge Gains­bourg, arran­giert vom Sym­pho­nie­or­ches­ter, inter­pre­tiert von der 71-jäh­ri­gen Jane Bir­kin mit der für sie so typi­schen Stim­me. Die Welt­tour­nee wird zum gros­sen Erfolg. Jane Bir­kin: «Es freut mich so sehr, sol­che Orte zu besu­chen und somit Ser­ge ein biss­chen das Leben zu ver­län­gern – es ist wie eine Nach­spiel­zeit im Fussball.»

«Ich bin die berühm­tes­te Anti­s­än­ge­rin der Welt», und doch mach­te Jane Bir­kin als Sän­ge­rin dank Ser­ge Gains­bourg eine Welt­kar­rie­re. Er wie­der­um blieb dank ihr über Gene­ra­tio­nen hin­weg erfolg­reich und mutier­te mit sei­nen abste­hen­den Ohren zur Sti­li­ko­ne. Ser­ge Gains­bourg, der ukrai­ni­sche Jude, Arche­typ des rebel­li­schen Fran­zo­sen, war ein Mann, der Men­schen mit den auf­merk­sa­men Augen eines Malers betrach­te­te. Wenn er einer Frau sei­ne gan­ze Auf­merk­sam­keit schenk­te, war die­se meist wehr­los gegen sei­nen Charme, wie Éli­sa­beth Lévits­ky in ihrer Bio­gra­fie «Lise et Lulu» schreibt. Sol­che Män­ner gibt es kaum noch. Sie schau­en zu oft in den Spie­gel heut­zu­ta­ge, nicht in die Welt hin­aus. Die­se Visa­gen von Ver­letz­lich­keit gemischt mit einer gewis­sen Bru­ta­li­tät, die Ver­kör­pe­rung der Welt von ges­tern. Als die Revo­lu­ti­on noch mög­lich und nicht kura­tiert war und dar­über hin­aus ver­dammt fashionable aus­sah. Und, vor ein paar Jah­ren, mit der Vin­ta­ge-Bir­kin-Bag in der Kro­ko­dil­le­der­ver­si­on für 200 000 bis 300 000 Euro die Auk­ti­ons­häu­ser reich mach­te. Bir­kin distan­zier­te sich aus Tier­schutz­grün­den vehe­ment von die­sem Teil ihrer Ver­gan­gen­heit. Eine klei­ne Ges­te, aber eine von gros­ser Kon­se­quenz in einer Bran­che, die Tier­haut als Preis­auf­schlag behandelt.

Kro­ko­dil­le­der­ta­schen und ‑schu­he trägt seit dem Bir­kin-Pro­test kei­ner mehr – es sei denn die Vin­ta­ge-Ver­si­on. Der Her­mès-Bag pass­te eh nicht wirk­lich zu die­ser Frau, die den Kern ihrer Ele­ganz aus rie­si­gen Selbst­zwei­feln schöpf­te. Der Bir­kin-Bas­ket, jener gefloch­te­ne, leich­te Korb, den sie immer wie­der trug und der bis heu­te unter ihrem Namen ver­kauft wird, pass­te immer viel bes­ser zu ihr. Jane Bir­kin, die Eng­län­de­rin, die in Frank­reich zur Iko­ne der «Pari­si­en­ne» auf­stieg, ihren bri­ti­schen Akzent nie ver­lor, beweg­te sich seit ihrer Jugend intui­tiv immer dort­hin, wo die Din­ge leicht und unauf­ge­regt wirk­ten, aber trotz­dem eine Unan­stän­dig­keit ver­brei­te­ten. Die im Auge des meist männ­li­chen Betrach­ters lagen. Bir­kins Jugend, Gains­bourgs Kind­heit sind ziem­lich kaputt und wider­spie­geln die dama­li­ge Geschich­te. Erstaun­li­cher­wei­se oder viel­leicht gera­de wegen der Brü­che in der Fami­lie fan­den bei­de immer den Schutz ihrer Eltern und ande­rer Ver­wand­ter. Die Bezie­hung von Jane Bir­kin zu ihrem Bru­der trägt dar­über hin­aus ver­stö­rend inzes­tuö­se Züge, die der Autor des Buches «Ser­ge & Jane» extrem sorg­fäl­tig aufblättert.

Wir leben in einer codier­ten Pha­se, die toxi­sche Paa­re nahe­zu kul­tisch ver­ehrt. Des­halb sind Jane Bir­kin und Ser­ge Gains­bourg als schwie­ri­ges «Cou­pling» mit der Ambi­va­lenz einer gros­sen Lie­be Zei­chen einer Welt, die wirk­lich ver­gan­gen ist. Ich emp­fand es des­halb als poli­ti­schen Akt, heu­te mit dem Buch «Ser­ge & Jane» an Jane Bir­kin und Ser­ge Gains­bourg zu erin­nern. 2021 her­aus­ge­kom­men, zau­ber­haft geschrie­ben, span­nend wie ein Thril­ler kon­stru­iert, von einem öster­rei­chi­schen Autor – Gün­ter Krenn – stam­mend, der so blass ist wie sei­ne Prot­ago­nis­ten leuch­tend, ist «Ser­ge & Jane» eine Offen­ba­rung. Die Leser und Lese­rin­nen wer­den in einen Sog von Poli­tik, Kunst und Akti­on hin­ein­ge­zo­gen durch den Lie­bes­akt der bei­den, die zei­gen: Wah­re Lie­be ist so fried­lich wie eine Explosion.

Es ist lan­ge her, dass wir von Paa­ren gere­det haben, die sich lei­den­schaft­lich lie­ben: in aller Öffent­lich­keit. Es gibt sie nicht mehr in unse­rer codier­ten Welt – oder den­ken Sie bei Tay­lor Swift und Tra­vis Kel­ce auch nur eine Sekun­de an Lei­den­schaft? Eliza­beth Tay­lor und Richard Bur­ton, die Cal­las und Onas­sis, Ingrid Berg­man und Rober­to Ros­sel­li­ni mach­ten die Welt zu einem Ort der Pas­si­on. So wie die­se Paa­re längst ver­schwun­den sind, feh­len die küs­sen­den Men­schen in der Öffent­lich­keit. I mean: Porn is ever­y­whe­re, aber Lie­be? Es ist Jah­re her, dass ich tief erschüt­tern­de Abschieds­sze­nen an Bahn­stei­gen mit Trä­nen in den Augen ver­fol­gen konn­te oder sel­ber erleb­te. Die poly­amo­ren Clubs sind vol­ler ein­sa­mer Men­schen, die sich genau an Ver­ein­ba­run­gen hal­ten, wenn sie sexu­el­le Din­ge tun, die sich fan­tas­tisch Lie­ben­de nicht mal vor­stel­len wol­len. Es gibt nur noch Por­no­bil­der oder Schnel­len-Group­sex, Swin­ger­clubs, Dark Rooms, die den männ­li­chen Sexu­al­trieb zum Mass aller Din­ge machen, egal wie viel que­er pro­kla­miert wird. Das war ja schon mit Madon­na so: Sie kom­mer­zia­li­sier­te den Femi­nis­mus als Por­no­ver­an­stal­tung und alle schrei­en bis heu­te: «Selbst­be­stimmt!»

Doch Lie­be? Sehn­sucht und Lei­den­schaft? Der phy­si­sche Schmerz, wenn der ande­re geht? Das Begeh­ren, das ver­ängs­tigt, gleich­zei­tig unfass­bar glück­lich macht? Die Begeg­nung auf Augen­hö­he, weil zwei Men­schen wis­sen, wie dra­ma­tisch es ist, das Ego zuguns­ten unfass­ba­rer Sym­bio­se auf­ge­ben zu müs­sen? Höre ich den jun­gen Men­schen zu, gibt es davon nichts, nada, nien­te. Sie ver­lie­ben sich noch, das dann schon, immer für kur­ze Zeit, doch dann wer­den die domi­nie­ren­den Gegen­warts­codes ein­ge­schal­tet: Kar­rie­re, Aus­se­hen, Geld. Lie­be wird da eine Fra­ge der Orga­ni­sa­ti­on. Hand in Hand schlen­dern nur noch altern­de Paa­re – die jun­gen fas­sen sich in der Öffent­lich­keit weni­ger an; sie sind zu sehr mit dem Sel­fie-Schies­sen in ihrem glück­li­chen Paar­le­ben beschäf­tigt. Schau­en Sie sich um. Ich ver­mis­se die zahl­rei­chen Orte vol­ler Men­schen, die Lie­be und nicht Dis­kur­se ausstrahlen.

«Ser­ge & Jane» ver­mit­telt die­se Art von Ver­gan­gen­heit so sub­til, dass es Tage brauch­te, bis ich nicht nur über die Trau­rig­keit wegen der Geschich­te der bei­den, son­dern auch über die Eupho­rie, die mich beim Lesen ergriff, hin­weg­kam. In einer Zeit, in der Zer­stö­rung, Sprech­ak­te, Nihi­lis­mus, Mate­rie, der Zwang zum Image spek­ta­ku­lä­rer sind als Zunei­gung, Lei­den­schaft, Hass und Lie­be ver­eint, erscheint die gelun­ge­ne Lie­be von Jane Bir­kin und Ser­ge Gains­bourg eigent­lich als Skan­dal. Feh­len uns die Tabus? Die Zwi­schen­tö­ne, Zwi­schen­räu­me, das Dazwi­schen von Poli­tik statt Polarisierung?

Die euro­päi­schen Gene­ra­tio­nen, die noch Eltern und Gross­el­tern kann­ten, die von Flucht, Ver­trei­bung und Auf­bruch erzähl­ten, in einem Ton, der die Boo­mer mit einer poli­ti­schen Schär­fe präg­te, die den euro­päi­schen Wohl­stand und die Gewalt­lo­sig­keit för­der­te, sind lang­sam am Aus­ster­ben oder Ver­blö­den. Gen Z und Mil­len­ni­als sind da völ­lig unbe­las­tet, und wohl des­halb wäh­len sie nun in den west­li­chen Staa­ten in den Städ­ten Sys­te­me, die ihre Urgross­el­tern in den Gulag, in Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger und Fol­ter­ge­fäng­nis­se gebracht hat­ten. Anders als in der Lie­be geht es bei Codes nicht ums Bewah­ren, son­dern ums Zer­schla­gen. In Deutsch­land wähl­ten 2025 die Erst­wäh­ler und Erst­wäh­le­rin­nen aus­nahms­los Extre­me: die «Lin­ke» (Nach­fol­ger­or­ga­ni­sa­ti­on der SED-Par­tei, also der DDR) und die AfD.

Die Obses­si­on mit dem Abgrund als Kul­tur­merk­mal bringt uns über­all bezahl­ba­ren Sex und kri­mi­na­li­sier­te Lei­den­schaft, die die Lie­be, die immer gra­tis ist, ver­un­mög­licht. Denn Gra­tis­lie­be ist der Tod jedes Herrschaftssystems.

Viel­leicht ging das wirk­lich gros­se Buch «Jane & Ser­ge» des­halb im digi­ta­len Rau­schen ver­lo­ren, weil nicht Zunei­gung zu dem, was ist, son­dern die Zer­stö­rung, auch die Selbst­zer­stö­rung, wich­ti­ger erscheint als die Bewah­rung. Lie­bes­ge­schich­ten, die Tren­nun­gen trans­for­mie­ren, schaf­fen gemein­sam etwas Drit­tes, einen neu­en lite­ra­ri­schen, musi­schen und poli­ti­schen Ton­fall: wie eben Jane Bir­kin und Ser­ge Gains­bourg. Weib­li­che Beob­ach­tun­gen, weib­li­che Spra­che, weib­li­che Lust präg­ten auch ein ande­res Paar, des­sen Ambi­va­lenz heu­te so unmo­dern ist: Anaïs Nin und Hen­ry Mil­ler. Sie haben in «Del­ta der Venus» die Por­no­gra­fie als öko­no­mi­sche Gewalt ent­larvt. Aus Geld­nö­ten schrie­ben sie für einen anony­men Bock Sei­te für Sei­te ero­ti­sche Lite­ra­tur, er aber schrie immer lau­ter, er wol­le kei­ne Poe­sie, son­dern mehr Porn. Die Abrech­nung von Nin und Mil­ler mit ihrem Auf­trag­ge­ber ist fan­tas­tisch, das gröss­te Plä­doy­er für den Fein­strick ero­ti­schen Begeh­rens gegen die männ­li­chen per­ver­sen Fick­fan­ta­sien, die alles Mensch­li­che auf tech­ni­sche Bana­li­tät reduzieren.

Viel­leicht wird erst heu­te sicht­bar, was ver­lo­ren ging. Die Gegen­wart wird immer stren­ger kura­tiert; Frank­reich bas­telt an einem Regis­trier-Gen­test für Hun­de, damit deren Kot auf der Stras­se direkt zum Hal­ter führt – mit def­ti­gen Bus­sen (um nur eines der absur­des­ten Bei­spie­le zu nen­nen). Paris sieht schon jetzt aus wie ein Insta­gram-Account mit Men­schen, die reden, als trü­gen sie Mode­ra­ti­ons­kar­ten im Stamm­hirn; der Prä­si­dent macht es ja schliess­lich vor. Han­nah Are­ndt beschreibt in «Ele­men­te und Ursprün­ge tota­ler Herr­schaft» die gros­se Ein­sam­keit in «alle Berei­che kon­trol­lie­ren­den Sys­te­men»; viel­leicht lie­ben die jun­gen Men­schen des­halb die absur­des­ten Demos. Da sind sie wenigs­tens unter Gleich­ge­sinn­ten und schrei­en kol­lek­tiv Mör­der­pa­ro­len zu Staa­ten, von denen sie weder Geschich­te oder Men­schen ken­nen. Die Para­do­xie, einer­seits Kon­flikt zu ver­mei­den, gleich­zei­tig online zum Krieg auf­zu­ru­fen, ist so augen­fäl­lig. Sie geht Hand in Hand mit einer Heer­schar von Aka­de­mi­kern, die Demo­kra­tie für ein ver­al­te­tes Sys­tem hal­ten. Die das glei­che Wahl­recht durch ein Lot­to­sys­tem erset­zen wol­len: Bil­dungs­grad, Alter, Milieu, Ein­kom­men, Her­kunft, sexu­el­le Iden­ti­tät sol­len als Kate­go­rien eine neue schö­ne Welt ord­nen. Nie­mand soll mehr lei­den, aber nie­mand soll jemals wagen zu leben. Die Irren bevöl­kern die Stras­sen, die Nor­ma­len sind in ihren Zim­mern ein­ge­sperrt. Kein Wun­der, sehen wir kaum Lie­bes­paa­re mehr! In die­ser Tro­cken­heit wirkt die Lie­be von Ser­ge und Jane wie eine Erin­ne­rung an etwas, das ver­ges­sen gegan­gen ist: dass gros­se Lie­ben nie ste­ril, kor­rekt, safe, son­dern ambi­va­lent, echt und leben­dig sind.

Nach der Lek­tü­re die­ses Buches weiss ich wie­der, was fehlt: wie der Geruchs- und der Geschmacksinn, die durch Covid aus­ge­löscht wer­den. Ich besu­che jun­ge Men­schen, die als glo­ba­le Éli­te die Welt wie ein Shop­ping­cen­ter online und off­line kon­su­mie­ren. Es gibt kla­re Ver­hal­tens­co­di­ces und hier­ar­chi­sche Kre­dit­punkt­sys­te­me. Zärt­lich­keit wird dem Mora­lis­mus, das Sub­jekt dem User geop­fert. Die Öffent­lich­keit ist eine Platt­form, Iden­ti­tät ersetzt han­deln­de Menschen.

Des­halb hier mein Plä­doy­er für die Unbe­re­chen­bar­keit der Lie­be, die uns dem Kon­troll­wahn der codier­ten Welt entzieht.

Ser­ge & Jane. Bio­gra­phie einer Lei­den­schaft. Von Gün­ter Krenn, Aufbau-Verlag.
Anaïs Nin. Das Del­ta der Venus. Erschie­nen 1977 in den USA als Sam­mel­band, wur­de 1983 in Deutsch­land beschlag­nahmt, und seit 2002 gibt es eine voll­stän­di­ge deut­sche Taschenbuchausgabe.



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