Kul­tur­de­bat­te: Kul­tur & Medi­en – Was läuft schief?

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Von Lukas Vogel­sang – «Kul­tur­be­richt­erstat­tung» nennt man es – obschon die­ser Begriff bereits am Ende einer jour­na­lis­ti­schen und demo­kra­ti­schen Idee steht. Eine Bericht­erstat­tung, so wie sie hier sinn­ge­mäss ver­wen­det wird, bedeu­tet, einer brei­ten Öffent­lich­keit zu ver­mit­teln, was ande­re gemacht haben. Will heis­sen: Berich­tet in den Medi­en, dass ich was getan habe, damit ich eine Exis­tenz bekom­me, gese­hen wer­de. Da haben wir bereits ein Kern­pro­blem in der The­ma­tik Poli­tik, Kul­tur und Medien.

Das all­ge­mei­ne Ver­ständ­nis von Medi­en scheint sich ver­hed­dert zu haben. Für wen wer­den Medi­en pro­du­ziert? Schrei­ben Jour­na­lis­tIn­nen über Mör­der, damit die­se in der Gesell­schaft eine Exis­tenz erhal­ten? Die Poli­tik und die Kul­tur- und Kunst­sze­ne argu­men­tie­ren momen­tan so. Heu­te reden wir kaum noch über Kul­tur­kri­tik oder gene­rell über Kri­tik – und wenn, dann nur für das «eige­ne Port­fo­lio». Das hat mit Jour­na­lis­mus nichts zu tun, nichts mit den Ver­la­gen und nichts mit «Kon­su­men­tIn­nen» von Medi­en. Auch das neue geplan­te Medi­en­ge­setz finan­ziert fast alles, was «Bericht­erstat­tung» oder Ver­trieb ist – nicht aber, was jour­na­lis­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung wäre. Die Jour­na­lis­tIn­nen und Kul­tur­kri­ti­ke­rIn­nen sol­len nicht mehr fach­lich pro­fes­sio­nell beur­tei­len, son­dern ver­mit­teln. Klar, mit Aus­nah­men, das ist immer so bei Gesetzen.

«Was tun wir Medi­en für euch?» – das ist nicht die Fra­ge, lie­be Poli­ti­ke­rIn­nen und Kul­tur­ak­ti­vis­tIn­nen, son­dern: «Was tun wir für unse­re Lese­rIn­nen?» Ihr «Krea­ti­ven» und För­de­rer und För­de­rin­nen spielt eigent­lich eine unter­ge­ord­ne­te Rol­le. Ihr wollt an unser Publi­kum mit euren Anlie­gen – das ist was ganz anderes.

Inhal­te erschaf­fen die Redak­tio­nen nach gutem Wis­sen und Gewis­sen für ein inter­es­sier­tes Publi­kum, um Sach­ver­hal­te einer­seits neu­tral dar­zu­stel­len – also eben nicht ein­sei­tig nur von Pro­du­zen­tIn­nen ange­leuch­tet – oder um sie ande­rer­seits mit einer eige­nen Ori­en­tie­rung zu unter­stüt­zen, die eben­falls nicht jener der Haupt­prot­ago­nis­tIn­nen ent­spre­chen soll­te, son­dern als Argu­ment­zu­ga­be in einer demo­kra­ti­schen Frei­heit gedacht ist. Die­ses Publi­kum und des­sen Ver­trau­en bau­en wir Ver­la­ge und Redak­tio­nen zusam­men in müh­se­li­ger Arbeit auf.

Selbst­ver­ständ­lich haben wir ver­stan­den: Nie­mand hat Lust, die Kon­trol­le über die Kom­mu­ni­ka­ti­on zu ver­lie­ren. Des­we­gen möch­te man den Medi­en vor­schrei­ben, wor­über sie berich­ten sollen.

Doch es gibt auch eine ande­re Sei­te: Mir ist auf­ge­fal­len, wie wich­tig es vor 20 Jah­ren war, die Adress­kar­tei­en aktu­ell zu hal­ten. Heu­te krie­gen wir Post zuge­stellt für Mit­ar­bei­te­rIn­nen, die schon seit sie­ben Jah­ren nicht mehr bei uns arbei­ten oder ver­stor­ben sind. Nie­mand hat je nach­ge­fragt. Für mich heisst das: Die­se Insti­tu­tio­nen und Agen­tu­ren haben die Kom­mu­ni­ka­ti­on schon im Ansatz nicht im Griff. Das Schau­spiel­haus Zürich hat in den letz­ten Jah­ren zig­mal die Medi­en­ver­ant­wort­li­chen aus­ge­wech­selt – noch nie hat sich jemand von den «Neu­en» bei uns vor­ge­stellt oder mit uns den Kon­takt gesucht, nicht mal per Tele­fon. Aber wir erhal­ten wöchent­lich, bei ande­ren Ver­an­stal­te­rIn­nen sogar täg­lich E‑Mail-Zustel­lun­gen an Anony­mus bei uns. Wir könn­ten eine Auto­ga­ra­ge sein – das wür­den die­se Insti­tu­tio­nen und Agen­tu­ren nicht mer­ken. Dabei machen es die digi­ta­len Gross­mäch­te vor: Daten sam­meln, was das Zeug hält, damit man so viel wie mög­lich über die Kun­den weiss, um sie direkt und kon­kret ange­passt bewer­ben zu können.

Aller­dings ist mit guter Medi­en­ar­beit noch kei­ne gesteu­er­te Kom­mu­ni­ka­ti­on mög­lich. Eine gute Redak­ti­on lässt sich nicht steu­ern – und nur sehr schwer mani­pu­lie­ren. Das muss man wis­sen. Gute PR-Arbeit heisst, mit den Redak­tio­nen eine gute Zusam­men­ar­beit auf­zu­bau­en, sodass man als Anbie­ter von Infor­ma­tio­nen in der Redak­ti­on selbst zum The­ma wird. Das ist hei­kel, aber zeigt eben die Pro­fes­sio­na­li­tät von Medi­en­ver­ant­wort­li­chen, PR-Agen­tIn­nen oder Wer­be­rIn­nen. Es ist abso­lut mög­lich, eine sol­che Zusam­men­ar­beit auf­zu­bau­en – ohne dabei Gren­zen zu überschreiten.

Die bes­te kon­trol­lier­te Kom­mu­ni­ka­ti­on in den Medi­en heisst: Anzei­gen schal­ten. Natür­lich gibt es auch Mel­dun­gen, die all­ge­mein für die Öffent­lich­keit wich­tig sind und die Redak­tio­nen aus jour­na­lis­ti­schen Grün­den inter­es­sie­ren. Aber ist die Mel­dung, dass der Schuh­ma­cher einen neu­en Schuh pro­du­ziert, gesell­schaft­lich wich­tig? Und was unter­schei­det die­se Mel­dung von einem neu­en Thea­ter­stück? Und war­um nur die Thea­ter­stü­cke von den Stadt­thea­tern – war­um nicht von den frei­en, meist unter­fi­nan­zier­ten Büh­nen? Anders­rum: Wann wur­de das letz­te Mal ein Kul­tur­ma­ga­zin von Kul­tur­ver­an­stal­te­rIn­nen beworben?
Umge­kehrt muss man aner­ken­nen, dass gros­se, finanz­star­ke Ver­an­stal­te­rIn­nen und Insti­tu­tio­nen eben auch ein gros­ses Publi­kum anspre­chen. Das heisst, es ist anzu­neh­men, dass ein Arti­kel über eine gros­se Sache mehr Inter­es­se weckt als einer über die Klein­ver­an­stal­tung mit wenig Publi­kum. Das war’s doch, was mit «Der Markt ent­schei­det» gel­ten soll. Eben­so möch­ten Jour­na­lis­tIn­nen lie­ber gele­sen wer­den, als nur irgend­wo Lücken­fül­le­rIn zu sein. Auch das ist ver­ständ­lich. Dazu kommt, dass Kul­tur­mel­dun­gen in den Medi­en Rand­er­schei­nun­gen sind – lus­ti­ger­wei­se auf dem Niveau der Wirt­schafts­nach­rich­ten, die eben­so kaum jemand liest.

Bei der Medi­en­prä­senz könn­te man mei­nen, das Geld diri­gie­re auch hier: Was mit viel Steu­er­geld sub­ven­tio­niert wur­de, «muss den Steu­er­zah­le­rIn­nen» gezeigt wer­den – so die Idee. Nur blöd, dass jene Insti­tu­tio­nen, die am meis­ten Steu­er­geld erhal­ten, meist auch die teu­ers­ten Tickets anbie­ten – oder die­se, weil sie sub­ven­tio­niert sind, güns­ti­ger anbie­ten kön­nen, als der Markt es rich­ten könn­te. Das sind die glei­chen Insti­tu­tio­nen, die so viel Geld erhal­ten, dass sie anstän­di­ge Wer­be­kam­pa­gnen finan­zie­ren kön­nen – oder noch bes­ser: sich teu­re eige­ne Pro­gramm­zeit­schrif­ten leis­ten, wel­che eben­falls mit Anzei­gen den kon­ven­tio­nel­len Medi­en­markt konkurrieren.

Jetzt sit­zen wir tief im Cha­os. Dar­um begin­ne ich noch­mals, dies­mal aus der Per­spek­ti­ve von uns: Es ist die Auf­ga­be von Kul­tur­me­di­en, ein Publi­kum auf­zu­bau­en, das sich medi­al für Kul­tur inter­es­siert und die­se Nach­rich­ten erhal­ten will. Dazu sam­meln und ver­öf­fent­li­chen sie Geschich­ten, wel­che von gesell­schaft­li­chem Inter­es­se sind. Die Auf­ga­be der Agen­tu­ren, Insti­tu­tio­nen, Ver­an­stal­te­rIn­nen ist es, dafür zu sor­gen, dass sich die­se Medi­en auch finan­zie­ren kön­nen, da sie eben die Schnitt­stel­le zur Öffent­lich­keit bil­den. Auf die­sem Weg erhält fast jede Par­tei in die­sem Zyklus einen Mehr­wert und gewinnt.

Pro­fes­sio­nel­le Kul­tur­schaf­fen­de, wel­che von der öffent­li­chen Hand unter­stützt wer­den, kön­nen in ihren Gesu­chen die Anzei­ge­wer­bung mit­ein­be­zie­hen. Wer­bung im Kul­tur- und Kunst­be­trieb ist Kul­tur­ver­mitt­lung, nichts ande­res, und ent­spre­chend ein ele­men­ta­rer Teil einer Kul­tur­pro­duk­ti­on. Das war mal nor­mal – heu­te will sich nie­mand mehr «ver­kau­fen», son­dern sich nur noch ver­kau­fen las­sen. Die wenigs­ten Kul­tur­schaf­fen­den haben ein ent­spre­chen­des Manage­ment, wel­ches die­se Abläu­fe koor­di­nie­ren und die Bezie­hun­gen pfle­gen wür­de. Bei den Insti­tu­tio­nen wer­den sel­ten aus­ge­bil­de­te Mar­ke­ting- oder Medi­en­ver­ant­wort­li­che ange­stellt, was dazu führt, dass die­se Jobs eine hohe Fluk­tua­ti­on auf­wei­sen. Die Kul­tur­för­de­rung zahlt sel­ten an die Fund­rai­sing-Stel­len, die eine wahn­sin­ni­ge Arbeit machen – und kaum bezahlt sind und bald mal den Dienst quit­tie­ren. Es ist alles Kno­chen­ar­beit – mit Gra­tis-E-Mails kom­men wir nicht wei­ter, der Erfolg bleibt aus.

Para­do­xer­wei­se hat es frü­her weni­ger Kul­tur­för­der­geld, weni­ger Kul­tur­schaf­fen­de gege­ben, aber mehr Kul­tur­prä­senz in den Medi­en. Heu­te behaup­tet man das Gegen­teil: Es gibt viel mehr Kul­tur­pro­duk­tio­nen und kaum noch ent­spre­chen­de media­le Prä­senz. Stimmt das?
Ers­tens: In der Schweiz zäh­len wir min­des­tens 100 pro­fes­sio­nel­le Redak­tio­nen oder Publi­ka­ti­ons­ka­nä­le für Kul­tu­rel­les und Kunst, Fern­se­hen und Radio, Blogs nicht mit­ge­rech­net (sie­he Lis­te unten). Das ist umwer­fend viel! Noch vor einem Monat ging ich selbst von nur 40 Erzeug­nis­sen aus. Fra­gen wir aller­dings das Publi­kum, so kennt dies kaum was davon. Die Abo­zah­len und das Inter­es­se an die­sen Inhal­ten sind jeweils gering, die Anzei­gen hart umkämpft – die Finan­zie­rung von eigent­lich allen Pro­duk­ten oder Redak­ti­ons­tei­len ist schlecht.
Zwei­tens: Was kos­tet es denn, einen Arti­kel zu pro­du­zie­ren? Neh­men wir als Bei­spiel eine Thea­ter­per­for­mance in Zürich. Eine Jour­na­lis­tin aus Bern reist nach Zürich, stu­diert unter­wegs Unter­la­gen und Geschich­te des Stücks, recher­chiert, schaut sich die Per­for­mance an, reist zurück und schreibt einen Arti­kel mit rund 5000 Zei­chen. So könn­te das bei uns im ensuite aus­se­hen. 4 Stun­den sind nur Logis­tik – also Auf­trag, An- und Rück­rei­se, 3 Stun­den rech­nen wir für die Schreib­ar­beit, bis alles steht. Es ist nicht immer gege­ben, dass man auf der Rei­se selbst arbei­ten kann. Jetzt kom­men Kor­rek­to­rat, Lay­out und «Papier» dazu und zum Schluss die Ver­triebs­ar­beit. Dazu müs­sen wir noch etwas Büro, Infra­struk­tur, Ver­si­che­run­gen und der­glei­chen hin­zu­zäh­len – da wären auch noch die Löh­ne von jenen, die kei­ne direk­ten «Ein­nah­men» pro­du­zie­ren, also von der Admi­nis­tra­ti­on zum Bei­spiel. Beim Inhalt sind wir bei einem Tages­an­satz für Jour­na­lis­tIn­nen. Die ver­lags­tech­ni­schen Kos­ten kom­men dazu – somit lan­den wir bei unge­fähr 2000 Fran­ken Real­kos­ten für einen ein­sei­ti­gen kul­tur­kri­ti­schen Arti­kel – hof­fen wir jetzt, dass wir das Bild­ma­te­ri­al kos­ten­los über­neh­men dür­fen und nicht noch selbst foto­gra­fie­ren müs­sen. Bild­li­zen­zen lie­gen finan­zi­ell nicht drin.

Klar kön­nen wir das auch güns­ti­ger erstel­len – nur: Die­se Kal­ku­la­ti­on muss nach­hal­tig, für eine per­ma­nen­te kul­tur­jour­na­lis­ti­sche Pro­duk­ti­on über Jah­re funk­tio­nie­ren. Das bedingt, dass wir Mit­ar­bei­te­rIn­nen aus­bil­den, wei­ter­bil­den, die inter­nen Ent­wick­lun­gen und Fort­schrit­te nicht ver­nach­läs­si­gen (Digi­ta­li­sie­rung, Ver­triebs­tech­ni­ken …). Wer nach die­sen Zah­len noch immer der Mei­nung ist, dass Ver­la­ge an den Inhal­ten von Kunst- oder Kul­tur­schaf­fen­den Geld ver­die­nen, soll­te uns das beweisen.

Wie also kriegt man eine fai­re Medi­en­po­li­tik in den Griff? Mit dem Ver­such des neu­en Medi­en­ge­set­zes auf jeden Fall nicht. Damit, die SDA/Keystone zu unter­stüt­zen, wel­che bereits zu einem gros­sen Teil den Ver­la­gen gehört, dient man nur die­sen weni­gen Ver­la­gen. Wir bei­spiels­wei­se im Kul­tur­be­reich kön­nen uns kein SDA/Key­stone-Abo leis­ten – zudem wären wir mit unse­rer Redak­ti­on auch umge­hend unglaub­wür­di­ger und wür­den wahr­schein­lich an Leser­schaft ver­lie­ren. Die Ein­zig­ar­tig­keit macht bei «ensuite – Zeit­schrift zu Kul­tur & Kunst» den Markt – zu publi­zie­ren, was von der SDA/Keystone gelie­fert wür­de, täte unse­rer Exklu­si­vi­tät nicht gut. Es ist unfair, bei Print­me­di­en den Ver­trieb zu sub­ven­tio­nie­ren und bei rein digi­ta­len Medi­en die Löh­ne der Redak­tio­nen. Als Bei­spiel: Die indi­rek­ten Pres­se­sub­ven­tio­nen, die wir beim ensuite erhal­ten, decken nicht mal die Druck­kos­ten eines ein­zi­gen Maga­zins. Im Unter­schied kann durch die­se Pres­se­för­de­rung ein Zei­tungs­ver­lag die gesam­ten Admi­nis­tra­ti­ons­kos­ten decken.

Medi­en­po­li­tik darf sich nicht nach den Pro­du­zen­tIn­nen von Nach­rich­ten ori­en­tie­ren, auch nicht nach der Poli­tik oder den Ver­an­stal­te­rIn­nen, nicht nach den Redak­tio­nen, son­dern müss­te den Out­put der Redak­tio­nen bewer­ten, denn die­ser ist für die Leser­schaft. Und die Leser­schaft ist das zen­tra­le Pro­blem der heu­ti­gen Medi­en­kri­se. Medi­en exis­tie­ren wegen Lese­rIn­nen – das ist der Aus­gangs­punkt. Dazu wäre die redak­tio­nel­le Arbeit in der Recher­che und der Ein­zig­ar­tig­keit zu bewer­ten. Es ist ein­fach, einer ande­ren Redak­ti­on abzu­schrei­ben, wie das oft geschieht. Bei­spiel «Die Zeit»: Wer die­se Zei­tung liest, weiss oft eine Woche vor­her, was nächs­te Woche in der Schweiz zu lesen sein wird. Oder die Regio­nal­blät­ter, wel­che nur auf­grund einer Medi­en­mit­tei­lung in einer ande­ren Zei­tung fest­stel­len, dass sie ein The­ma ver­passt haben … Die Ver­triebs­för­de­rung für Print- oder aber auch für Online-Pro­duk­te ist nicht falsch. Bei den digi­ta­len Medi­en ist aller­dings die Ver­triebs­ar­beit etwas schwie­rig zu beur­tei­len. Wenn man bedenkt, wie viel Print-Ver­la­ge in die Logis­tik inves­tiert haben – so müss­te bei der digi­ta­len För­der­hil­fe die­se pro­zen­tu­al ange­passt wer­den. Kompliziert.

Was aber gar nicht geht: die «Bericht­erstat­tung» zu sub­ven­tio­nie­ren. Genau das ist es, was jetzt das BAK und die Stif­tun­gen vor­ha­ben. Das ist genau die Form von Staats­för­de­rung, die wir jah­re­lang als No-Go ange­führt hat­ten und die aus demo­kra­ti­scher Sicht unmög­lich sein müss­te. Pres­se­inhal­te dür­fen nicht sub­ven­tio­niert wer­den, Rah­men­be­din­gun­gen schon. Und wem erklä­ren wir jetzt das alles?

Kul­tur­jour­na­lis­mus Schweiz / Redak­tio­nen – Periodika

Hier folgt ein noch unvoll­stän­di­ger Über­blick über die gefun­de­nen 100 Kul­tur-Redak­tio­nen/-Publi­ka­tio­nen in der Schweiz, ohne Radio- und TV-Ange­bo­te. Ach­tung: Es ist klar, dass eini­ge Medi­en die Inhal­te in ver­schie­de­nen Man­tel­re­dak­tio­nen unter­brin­gen. Doch das ist das glei­che Arbeits­mo­dell wie das von der SDA/Keystone, und es wäre fatal, wenn man die­se bevor­zu­gen, ande­re des­we­gen kri­ti­sie­ren wür­de. Zudem ist in fast jeder Redak­ti­on jemand für den Bereich Kul­tur zustän­dig. Oft­mals sind dies aller­dings Per­so­nen in the­ma­ti­scher Mehr­fach­be­set­zung – ein Regio­nal­blatt löst dies eben effi­zi­ent. Und es darf nicht aus­ser Acht gelas­sen wer­den, dass Kul­tur­ver­an­stal­tun­gen gera­de für den Tou­ris­mus sehr wich­tig sind – des­we­gen in Lokal­blät­tern dar­auf nicht ver­zich­tet wird.
Fas­zi­nie­rend ist aber trotz­dem, wie vie­le Spe­zi­al­me­di­en wir in der Schweiz zäh­len dür­fen! Ger­ne neh­men wir Ihre Inputs auch ent­ge­gen und ver­voll­stän­di­gen die­se Lis­te online. Sen­den Sie uns ein­fach ein E‑Mail an: redaktion@ensuite.ch

041 – Luzern
20 Minu­ten – CH
AAKU – Aarau
Aar­gau­er Zei­tung – Aarau
Accro­ch­ages – CH/F
Alpen­ro­sen – CH
Anzei­ger von Uster – Uster
Anzei­ger von Saa­nen – Saanenland/Obersimmental
Appen­zel­ler Zei­tung – Appenzell
Art­in­si­de – Basel
Art­pas­si­on – CH/F
Ave­nue – Basel
Bade­ner Tag­blatt – Baden
Bär­ner Bär – Bern
Basel­land­schaft­li­che Zei­tung – Basel
BAZ Bas­ler Zei­tung – Basel
Ber­ner Ober­län­der – Bern
Ber­ner Zei­tung – Bern
Bewe­gungs­mel­der – Bern (Web)
Bie­ler Tagblatt
BKA – Bern
Blick – CH
Bote der Urschweiz
Bref – Das Maga­zin der Reformierten
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CINEMA – CH
Coucou – Winterthur
Cul­tu­re 24 heu­res – Lausanne
Décad­ra­ges – CH/F
Der Bund / Der klei­ne Bund – Bern
Der Land­bo­te – CH
DU – Maga­zin – CH
Echt – Zentralschweiz
ensuite – Zeit­schrift zu Kul­tur & Kunst – CH
EPIC – Genf
Film­bul­le­tin – CH
Fracht­werk – Emmenbrücke
Frei­bur­ger Nach­rich­ten – Freiburg
Genè­veAc­ti­ve – Genf
Go out! – Genf
Grench­ner Tag­blatt – Grenchen
Hei­mat­schutz – CH
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Hoch­par­terre – CH
Jazz ’n’ more – CH
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Journal21 – CH
Journal‑B – Bern
Kolt – Olten
KuL – Vaduz
Kul­tur­tipp – CH
Kunst­bul­le­tin – CH
La Tri­bu­ne de l’Orgue – CH/F
Lan­gen­tha­ler Tag­blatt – Langenthal
Liber­tin – Das urba­ne Maga­zin – CH
Lim­mattaler Zei­tung – Limmattal
Loop Musik­zei­tung – CH
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Metal Fac­to­ry – CH
Mur­ten­bie­ter – Murten
Musik & Lit­ur­gie – CH
Musik & Thea­ter – CH (Chur)
Musik und Got­tes­dienst – CH
Neue Zür­cher Zei­tung – CH
Neu­land – CH (Web)
Norient.com – CH (Web)
Olt­ner Tag­blatt – Olten
Orte – CH
Pro­gramm­Zei­tung – Basel
P.S. – Zürich/Winterthur
Revue musi­cale de Suis­se roman­de – CH/F
Rock­star – CH
Sai­ten – St. Gallen
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Schaff­hau­ser Nach­rich­ten – Schaffhausen
Schwei­zer Monat – CH
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Solo­thur­ner Zei­tung – Solothurn
Sprach­spie­gel – CH
St. Gal­ler Tag­blatt – St. Gallen
Südostschweiz
Tages-Anzei­ger – Zürich
Tempslibre.ch – Lausanne
Ter­ra Gri­schuna – Graubünden
Thur­gau­er Zei­tung – Thurgau
Tog­gen­bur­ger Tagblatt
Tracks Maga­zin – CH
Trans­hel­ve­ti­ca – CH
Tri­bu­ne des arts – CH/F
TT Thu­ner Tag­blatt – Thun
Viva la musi­ca – CH/F
Wal­li­ser Bote – Wallis
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WOZ – CH
Zeit­lu­pe – CH
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Zug Kul­tur – Zug
Zür­cher Ober­län­der – Zürich
Zür­cher Unter­län­der – Zürich
Zürich­see Zei­tung – Zürich
Züriost – Zürich
Züri­tipp – Zürich

Publi­ziert: ensuite Nr. 226, Okto­ber 2021



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