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Pres­se, Demo­kra­tie und Mei­nung. Eine Rede vor den Aktio­nä­ren und Freun­den der «Bas­ler Zeitung»

(Con­stan­tin Seibt – http://blog.tagesanzeiger.ch/deadline)

Let­zen Frei­tag ver­an­stal­te­te die Besit­ze­rin der BaZ, die Medi­en­viel­falt Hol­ding AG, einen geschlos­se­nen Anlass zum The­ma «Die Rol­le der Medi­en in der Demo­kra­tie». Refe­ren­ten waren Mar­kus Spill­mann, Chef­re­dak­tor der NZZ, Rue­di Mat­ter, Direk­tor von Radio und Fern­se­hen, Roger Köp­pel, Ver­le­ger der «Welt­wo­che», und ich. Hier mei­ne Rede.

Sehr geehr­te Frau Prä­si­den­tin Masoni,
Sehr geehr­ter Herr Tettamanti,
Sehr geehr­te Damen und Herren,

ich dan­ke Ihnen für Ihre Ein­la­dung. Es ist ein Pri­vi­leg, hier kurz über Jour­na­lis­mus und Demo­kra­tie nach­zu­den­ken, denn Jour­na­lis­mus ist ein Hand­werk und Demo­kra­tie eine gros­se Sache, und nor­ma­ler­wei­se sitzt man in sei­nem Büro mit halb geleer­ten Eis­tee­fla­schen und halb fer­ti­gen Tex­ten und denkt nicht an Demokratie.

Im Grund braucht es das auch nicht. Denn bei den spek­ta­ku­lä­re­ren Momen­ten des Schrei­bens – den Momen­ten der Erkennt­nis, des Zorns, des Wit­zes – ist man ganz bei sich und das ist gut so. Denn am stärks­ten ist Jour­na­lis­mus, wenn er so ein­fach wie mög­lich ist: Wenn er die Stim­me eines ein­zel­nen Men­schen ist, der sagt, was er gese­hen oder gedacht hat.

Der wich­tigs­te Moment, wo ich im All­tag an die Wir­kung, also das Publi­kum, also im wei­tes­ten Sin­ne an die Demo­kra­tie den­ke, pas­siert in den stills­ten, unspek­ta­ku­lärs­ten Tei­len des Tex­tes. Dort, wo ich unauf­fäl­lig Erklä­run­gen nach­schie­be, etwa, was zum Teu­fel ein Deri­vat ist oder wie sich eine Trans­ak­ti­on genau abspielt hat.

Ich fei­le oft am längs­ten an die­sen stil­len Pas­sa­gen, denn sie müs­sen klar und genau sein, trotz aller Knapp­heit. Sie müs­sen Volks­hoch­schu­le sein, ohne dass sie nach Volks­hoch­schu­le klingen.

Denn das ist mei­ne wich­tigs­te Auf­ga­be als Jour­na­list, mein Ser­vice an die Öffent­lich­keit: prä­zis die Grund­la­gen zu lie­fern, von denen aus dis­ku­tiert wer­den kann. Mein Job ist, eine kom­ple­xe Welt ver­ständ­lich zu machen, ohne ihre Kom­ple­xi­tät zu ver­ra­ten. Der Rest, nicht zuletzt mei­ne Mei­nung, ist sekun­där: Es ist der Anstrich des Hau­ses, nicht sein Fundament.

Die Anti-Main­stream-Stra­te­gie

Des­halb zweif­le ich auch an der Art Jour­na­lis­mus, den Sie als Ver­ein för­dern. Sowohl hand­werk­lich, als auch, ob die­ser die Demo­kra­tie stützt. Ihre Medi­en­viel­falt Hol­ding AG hat bis­her in ähn­li­cher Beset­zung zwei Blät­ter neu lan­ciert: die «Welt­wo­che» und die «Bas­ler Zei­tung». Bei­de mit Herrn Tett­aman­ti als Haupt­ak­tio­när, Herrn Mat­ter als Ban­ker, Herrn Wag­ner als Anwalt, Herrn Leu­ten­eg­ger als Ver­lags­chef. Und mit Herrn Blo­cher als Haupt­ge­sprächs­part­ner des Chefredaktors.

Ihre Zei­tun­gen sol­len, wie Ihr Ver­ein im Namen schon sagt, die Medi­en- und die Mei­nungs­viel­falt för­dern. Dazu, wie man in Inter­views liest, wol­len Sie Trans­pa­renz schaf­fen und Denk­blo­cka­den abbau­en. Doch mit wel­chen Mit­teln tun sie das?

Nun, wenn man die «Welt­wo­che» ansieht, so ist deren tech­ni­scher Haupt­trick, das Gegen­teil vom soge­nann­ten Main­stream zu schrei­ben. Das erscheint zunächst als gute Idee: Das Gegen­teil der all­ge­mei­nen Gedan­ken ist oft ein inspi­rie­ren­der Gedan­ke. Die Fra­ge ist nur, ob es auf lan­ge Sicht eine klu­ge Stra­te­gie ist.

Ich glau­be das nicht, aus fol­gen­den Gründen:

  1. Zunächst ist schon die Annah­me selt­sam, dass der Main­stream immer falsch liegt. Noch selt­sa­mer ist die Annah­me, dass er immer genau falsch liegt: um 180 Grad, so wie eine Kom­pass­na­del, die stets nach Süden zeigt.
  2. Am Anfang kann man mit Anti-Main­stream die Leu­te ver­blüf­fen, ärgern, viel­leicht sogar zum Den­ken, ja zum Ändern der eige­nen Mei­nung brin­gen. Aber ziem­lich bald ist die­se Stra­te­gie nichts als nega­ti­ver Oppor­tu­nis­mus: Man sagt stets das Gegen­teil des ver­mu­te­ten Kon­sen­ses. Und ist dadurch im Kopf vom Main­stream genau so abhän­gig wie sonst nur der modischs­te Mensch. Und genau so blind: Denn es geht einem nicht um die Tat­sa­chen, nur um die Mei­nun­gen über die Tat­sa­chen in der Öffentlichkeit.
  3. Die The­men­wahl eines sol­chen Blat­tes wird extrem bere­chen­bar: Die eska­lie­ren­de Finanz­kri­se – exis­tiert nicht; Fuku­shi­ma – war kei­ne Kata­stro­phe; Ber­lus­co­ni und Putin – sind ehren­wer­te Män­ner; das Welt­kli­ma – kühlt sich ab; Frau­en – sind das regie­ren­de Geschlecht; Radio­ak­ti­vi­tät – ist gesund.
  4. Die Fol­ge: Sie wer­den unglaub­wür­dig. Zwar wären vie­le The­sen – etwa dass Radio­ak­ti­vi­tät gesund, Bun­des­rä­tin Wid­mer-Schlumpf eine Lan­des­ver­rä­te­rin oder der Kli­ma­wan­del eine Mas­sen­ver­blen­dung von tau­sen­den Exper­ten ist – inter­es­sant. Aber dadurch, dass gar nichts ande­res in dem Blatt ste­hen kann – also kein posi­ti­ves Wort über Wid­mer-Schlumpf, nicht, dass Fuku­shi­ma doch eine Kata­stro­phe war – ist ihr Dyna­mit nass gewor­den: Man hat nun bei jeder The­se in der «Welt­wo­che» das Gefühl, man müs­se sie erst per­sön­lich nach­re­cher­chie­ren. Und dazu fehlt einem die Zeit. Ich habe ein Kind, einen Job, einen Blog und eine Lie­be. Da bleibt kein Platz für die «Welt­wo­che».
  5. Das auch, weil das Blatt durch sei­ne Bere­chen­bar­keit längst kaum mehr auf­regt. Es lang­weilt. Es lang­weilt immer mehr.

Um die «Welt­wo­che» über­haupt lesen zu kön­nen, muss man ihr also glau­ben. Durch ihre Stra­te­gie des kon­stan­ten Anti-Main­streams ist die gan­ze Zei­tung en bloc zur Glau­ben­fra­ge gewor­den: Man glaubt ihr alles oder nichts. Kein Zufall, beschrei­ben sie eini­ge Anhän­ger als: ihre Bibel. Doch mit die­sem Sprung von Infor­ma­ti­ons­me­di­um zur Glau­bens­sa­che ver­kör­pert sie nicht nur das Gegen­teil von Kri­tik. Son­dern ist auch das Gegen­teil von Ser­vice für die Demokratie.

Der Bau von Paralleluniversen

Denn die Auf­ga­be der Pres­se ist es ja, mal recht, mal schlecht, einen Main­stream her­zu­stel­len: eine holp­ri­ge, vage, aber den­noch brauch­ba­re Eini­gung über Fak­ten und Ein­schät­zun­gen, auf Grund deren man debat­tie­ren kann.

Wenn aber nun mit Main­stream und Anti-Main­stream zwei Par­al­lel­uni­ver­sen mit je eige­nen Fak­ten und Logi­ken bestehen, ist das ein Scha­den für die Demo­kra­tie. Dann gibt es kei­ne Gemein­sam­kei­ten, kei­ne Grund­la­gen mehr, son­dern nur noch Mei­nun­gen. Und Anhän­ger davon. Also zwei Lager, die nicht ver­schie­de­ne Ansich­ten, son­dern ver­schie­de­ne Wirk­lich­kei­ten haben.

Es ist kein Wun­der, dass die «Welt­wo­che» die­ses Lager­den­ken intern wie in ihren Arti­keln immer stär­ker betont: Es gibt nur noch wir und ihr. Kein Wun­der, schlei­chen sich para­no­ide Züge in ihre Welt­sicht ein: Etwa, wenn sie ernst­haft behaup­tet, die seit mehr als 150 Jah­ren solid bür­ger­li­che Schweiz wer­de in Wahr­heit von getarn­ten Sozia­lis­ten regiert. Und typisch wie für jedes Lager­den­ken ist ihre zuneh­men­de Poli­zeim­en­ta­li­tät: Poli­ti­ker, Publi­zis­ten, Pro­fes­so­ren erschei­nen auf wie Fahn­dungs­pla­ka­te gestal­te­ten Titel­blät­tern als Irr­leh­rer oder Lan­des­ver­rä­ter. Die­se Art Gra­fik ist kein Scherz. Es ist ein Zei­chen der Ver­ach­tung für alle, die die Mei­nung des Blatts nicht teilen.

So kommt es auch, dass – wegen ihrer Bere­chen­bar­keit, aber auch ihrer Iso­la­ti­on – zwar die Kraft der «Welt­wo­che», The­men durch­zu­set­zen, zuneh­mend ero­diert. Nichts, was sie schreibt, über­rascht mehr. Aber Ihr Droh­po­ten­ti­al ist gewach­sen: Schon wegen des engen Bünd­nis­ses mit dem reichs­ten Poli­ti­ker des Lan­des wird die «Welt­wo­che» gefürch­tet. Das nicht zuletzt in der Par­tei von Chris­toph Blo­cher selbst.

Inves­tie­ren in den Realitätsverlust

Der Auf­bau einer Par­al­lel­welt ist aber auch gefähr­lich für Sie, mei­ne Damen und Her­ren. Für alle, die an die «Welt­wo­che» glau­ben. Das gros­se Vor­bild für alle Medi­en, die vor allem poli­ti­schen Ein­fluss suchen, ist Fox News. Fox hat den Durch­bruch geschafft: Die repu­bli­ka­ni­sche Par­tei der USA hat mit der Speer­spit­ze Fox ein eige­nes, geschlos­se­nes Medi­en­sys­tem aus Radio­shows, Maga­zi­nen und Blogs errich­tet. Und damit ihre eige­ne Wahr­heit, ihre eige­nen Fak­ten, ihr eige­nes Uni­ver­sum. Und hat sich dadurch zuneh­mend radi­ka­li­siert. So radi­ka­li­siert, dass nicht nur die Poli­tik des gan­zen Lan­des durch zwei Wirk­lich­kei­ten gelähmt ist. Son­dern auch die repu­bli­ka­ni­sche Par­tei sich selbst sabo­tiert: Bei der jüngs­ten Wahl sorg­ten etwa vier ultra­kon­ser­va­ti­ve, stein­rei­che Mil­li­ar­dä­re im Bünd­nis mit ultra­kon­ser­va­ti­ven Fox-Mode­ra­to­ren dafür, dass in den par­tei­in­ter­nen Vor­wah­len die untaug­li­chen Kon­kur­ren­ten von Herrn Rom­ney fast bis zum Schluss im Ren­nen blie­ben. Und ihn weit in ihre Par­al­lel­welt nach Rechts trie­ben. Obwohl Prä­si­dent­schafts­wah­len in der Mit­te gewon­nen werden.

Am Ende glaub­te der unglück­li­che Kan­di­dat Rom­ney selbst an die Fox-Welt: Wie man jetzt liest, glaub­te er tat­säch­lich, dass sämt­li­che Zah­len von neu­tra­len Umfra­ge­insti­tu­ten falsch sei­en. Also dass in Wahr­heit er weit vor­ne lie­ge, weil alle aus­ser den par­tei­ei­ge­nen Spe­zia­lis­ten und den Fox-Exper­ten sich irr­ten. Dar­auf bau­te Rom­ney dann eine voll­kom­men fal­sche Kam­pagn­en­tak­tik. Die Nie­der­la­ge traf den Kan­di­da­ten, sein Team, sei­ne Geld­ge­ber, die gan­ze Par­tei dann völ­lig uner­war­tet. Das Par­al­lel­uni­ver­sum zer­schell­te an der Wirklichkeit.

Sie, mei­ne Damen und Her­ren, ris­kie­ren also als Inves­to­ren in eine media­le Gegen­welt mehr als nur viel Geld: den Realitätsverlust.

Denn die Denk­ver­bo­te sind heu­te längst auf Ihrer Sei­te. Etwa wenn Roger Köp­pel sagt:

Die Wirt­schaft wird durch den Wett­be­werb kon­trol­liert. Als Jour­na­list kann ich mir nicht anmas­sen, Unter­neh­men oder das Manage­ment zu kri­ti­sie­ren. Kri­ti­sche Unter­neh­mens­be­richt­erstat­tung ist nicht Sache des Journalismus.

Wenn ein Pro­fi-Beob­ach­ter die hal­be Welt aus der Kri­tik, ja über­haupt aus dem Blick aus­schliesst, und dies ein­fach aus Prin­zip, dann soll­ten Sie gewarnt sein: Das ist die Hal­tung eines bereits blin­den Ideologen.

Die zwei gröss­ten Pro­ble­me der BaZ

Damit zu Ihrem aktu­el­len Pro­jekt, der «Bas­ler Zei­tung». Es ist unschwer zu erken­nen, dass Sie damit ver­su­chen, das Pro­jekt «Welt­wo­che» zu kopie­ren, «die ja schon das Rich­ti­ge tut», wie Ihr Haupt­ak­tio­när Tito Tett­aman­ti sagt.

Und tat­säch­lich läuft alles wie­der gleich ab: Sie haben Köp­pels lang­jäh­ri­ge Num­mer zwei als Chef­re­dak­tor ein­ge­setzt, wie in der ers­ten Zeit nach der Macht­über­nah­me Köp­pels gibt es Ver­wir­rung und Pro­test über­all, der neue Chef beschwört – wie einst Köp­pel – den «Plu­ra­lis­mus»: und zwar mit dem­sel­ben Kon­zept von Plu­ra­lis­mus als Pole­mik von bei­den Sei­ten. In der Pra­xis heisst das: Eini­ge lin­ke Alt-Poli­ti­ker schrei­ben Fei­gen­blatt-Kolum­nen, wäh­rend wie damals bei der «Welt­wo­che» meh­re­re Säu­be­rungs­wel­len durch die Zei­tung jagen. Die alten Redak­to­ren gehen, lini­en­treu­es Per­so­nal kommt.

Die Fra­ge bleibt, wie Sie hier Ihre gros­sen Zie­le Medi­en­viel­falt, Trans­pa­renz, Plu­ra­lis­mus ver­wirk­li­chen wol­len. Sie haben dabei min­des­tens zwei Probleme:

  1. Ihr Chef­re­dak­tor, Mar­kus Somm, ist ein Mann, der sein hal­bes Leben lang sämt­li­che Leu­te als zu wenig links kri­ti­sier­te. Heu­te kri­ti­siert er sie als zu wenig rechts. Die­ser Mann ist im Kern kein Jour­na­list. Er ist nicht ein­mal ein poli­ti­scher Mensch. Denn sein Stand­punkt ist immer – links wie rechts – jen­seits des poli­tisch Mög­li­chen. Sie haben als Boss einen Pre­di­ger gewählt.
  2. Sie, mei­ne Damen und Her­ren, ste­hen selbst im Ver­dacht, Mario­net­ten zu sein. Neh­men wir die berühm­te Vor­ge­schich­te Ihrer Über­nah­me der «Bas­ler Zei­tung»: Ein Par­tei­füh­rer und Mil­li­ar­där lässt im Gehei­men sei­ne Toch­ter eine Zei­tung kau­fen und schiebt gegen­über der Öffent­lich­keit einen Flug­un­ter­neh­mer als Besit­zer vor und gegen­über den Ban­ken den ehe­ma­li­gen Chef einer Gross­bank. Und all das, um sei­nen Bio­gra­phen als Chef­re­dak­tor ein­zu­set­zen. Das ist eine Geschich­te, die klingt wie aus Russ­land. So etwas tun Oligarchen.

Zwar behaup­ten Sie, Herr Blo­cher habe in Ihrem Unter­neh­men nichts mehr zu sagen. Er wür­de nur noch das Defi­zit decken. Was ich dann nicht ver­ste­he, ist: War­um haben Sie den gesam­ten Jass­tisch eines sei­ner bei­den Stroh­män­ner, des Ex-UBS-Chefs Mar­cel Ospel, in den Ver­wal­tungs­rat gesetzt, wenn Ihnen Ihre Repu­ta­ti­on als Unab­hän­gi­ge lieb ist?

Kein Wun­der, haben Sie mit ihrer Zei­tung furcht­ba­re Pro­ble­me: Die Auf­la­ge hat einen Vier­tel ver­lo­ren, Herr Blo­cher hat bereits 20 Mil­lio­nen ein­ge­schos­sen und fun­giert – wie erst letz­te Woche in der «NZZ am Sonn­tag» – als Unter­neh­mens­spre­cher, der die Stra­te­gie – eine «nack­te Zei­tung ohne Dru­cke­rei» – bekannt gibt. Und der poli­ti­sche Erfolg hält sich auch in Gren­zen: Nach einer mona­te­lan­gen Kri­mi­na­li­täts­kam­pa­gne in der “Bas­ler Zei­tung” wur­de kein ein­zi­ger der Poli­ti­ker, die in der BaZ dar­auf ein­stie­gen, in die Regie­rung gewählt; und im Par­la­ment gewann die SVP nur zwei küm­mer­li­che Sit­ze dazu.

Die­se Rech­nung ist sogar für einen Mil­li­ar­där teu­er: 10 Mil­lio­nen Fran­ken pro gewon­ne­nen Sitz in einem Regionalparlament.

Drei Rat­schlä­ge

Zum Schluss: Was soll­ten Sie tun?

Ich dan­ke Ihnen für Ihre Ein­la­dung. Eine kri­ti­sche Stim­me ein­zu­la­den, beweist Tole­ranz, zumin­dest Neu­gier. Des­halb bedau­re ich sehr, Ihnen sagen zu müs­sen, dass ich für Ihr Pro­jekt, so wie es sich der­zeit dar­stellt, kei­ne Chan­ce auf Erfolg sehe: nicht publi­zis­tisch, nicht finan­zi­ell, nicht poli­tisch. Und dass ich auch zweif­le, dass ein Erfolg Ihres Pro­jekts – sowohl für die Pres­se wie für die Demo­kra­tie – über­haupt wünsch­bar wäre.

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Kor­rek­tur: Die SVP Basel gewann nach der ers­ten Aus­zäh­lung der Brief­stim­men 2 Sit­ze im Bas­ler Gross­rat. Doch das änder­te sich. Nach­dem zusätz­lich auch die Urnen aus­ge­zählt waren, war es nur einer. Das lässt die Kos­ten des gewon­ne­nen Sit­zes auf 20 Mil­lio­nen Fran­ken hoch­schnel­len. So viel wie die Kos­ten des lan­des­wei­ten SVP-Wahl­kampfs in den Wah­len 2011. (Mit Dank an Rena­to Beck)

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