Anlässlich der Bellarena standen Anfang November in der Eissporthalle von Fribourg die 80er- und 90er-Jahre im Mittelpunkt. Neben Acts wie Village People, Paul Young, Gala, Corona oder Samantha Fox traten auch Ikonen der Musica italiana auf die Bühne: Matia Bazar, Riccardo Fogli, Al Bano und Ricchi e Poveri.
Letztere erleben derzeit ein grosses Revival. Während Klassiker wie «Mamma Maria» und «Sarà perché ti amo» wieder überall – besonders in italienischen Stadien, in Metro- oder Piazza-Flashmobs – begeistert mitgesungen werden, kann das genuesische Duo auch mit neuen Liedern punkten: etwa mit dem Sanremo-Ohrwurm von 2024 «Ma non tutta la vita».
Selbstverständlich gehörten sämtliche Ricchi-e-Poveri-Hits zum Bellarena-Programm von Sängerin Angela Brambati und Sänger Angelo Sotgiu, die seit dem Tod des Gründungsmitglieds Franco Gatti im Jahr 2022 als Duo auftreten. Angela und Angelo verfügen über eine beeindruckende Bühnenpräsenz und verstanden es, das Publikum mitzunehmen. Ihr Auftritt in Fribourg war einmal mehr der Beweis, dass sie den direkten Kontakt zum Publikum lieben – ganz im Sinne von Angelo Sotgiu, der letztes Jahr gegenüber ensuite sagte: «Das Publikum ist die grösste Energiequelle. Die Emotion, die wir auf der Bühne erleben, ist immer noch dieselbe wie am ersten Tag. Die Energie kommt mit dem Adrenalin, sobald wir eine Bühne betreten. Es ist jedes Mal ein magisches Erlebnis.»
Auch Al Bano wurde vom Publikum gut aufgenommen, hatte jedoch mit einigen audiotechnischen Schwierigkeiten zu kämpfen. Trotzdem: Seine Lieder wie «Felicità» oder «Nostalgia canaglia» waren allseits bekannt und kamen an. Ganz in Al-Bano-Manier führte er das Publikum durch sein Repertoire und war auch zum einen oder anderen Scherz aufgelegt, etwa mit einer Gruppe aus dem Publikum, die ein Transparent hochhielt: «Al Bano, wir wollen ein Foto mit dir machen.» «Con me? Ma certo!»
An diesem Wochenende fühlte man sich in die 80er und 90er zurückversetzt – mit Liedern, die einem irgendwie bekannt vorkamen: etwa «YMCA» oder «In the Navy» von Village People (teils mit jungen Nachwuchssängern), «The Rhythm of the Night» von Corona, «Freed from Desire» von Gala oder «Touch Me» von Samantha Fox. Letztere wurde von der Künstlerin zum Fan: Nach ihrem Auftritt mischte sie sich kurzerhand unter das Publikum und tanzte zum Sound von Village People.
Die Bellarena geht nächstes Jahr in eine weitere Runde. Laut Veranstalter des Indoor-Festivals sind Gotthard, Krokus und Velvet Two Stripes vorgesehen.






