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BONE12

Robi Roos_1Die 12. Aus­ga­be des inter­na­tio­na­len Fes­ti­vals für Akti­ons­kunst BONE fin­det vom 2. – 6. Dezem­ber 09 im Schlacht­haus Thea­ter resp. im Pro­gr (Sonn­tag, 6. Dezem­ber) statt. BONE 12 trägt den Titel „An den Rän­dern der Per­for­mance Art“. Wir möch­ten die Grau­zo­ne zwi­schen tra­di­tio­nel­len Kunst­spar­ten (wie Thea­ter, Tanz, Oper, bil­den­der Kunst) und der Per­for­mance Art erkun­den. Wann ist z.B. eine thea­tra­li­sche Dar­bie­tung nicht mehr nur Thea­ter, son­dern wird zu etwas, was man Per­for­mance nennt? Es exis­tie­ren auch vie­le all­täg­li­che Dar­bie­tun­gen, die nicht als „Kunst“ gedacht sind, die aber, wenn man sie in einem sol­chen Kon­text erlebt, durch­aus als Per­for­mance Art bezeich­net wer­den könnten.

So haben wir ver­schie­de­ne Künst­le­rIn­nen beauf­tragt, sich kon­kret mit den Rän­dern der Per­for­mance zu beschäf­ti­gen. Fol­gen­de Künst­le­rIn­nen haben wir eingeladen:

-Urs Peter Schnei­der hat mit „Stern­stun­de“ eine „Oper“ geschaf­fen, die ohne anwe­sen­de Inter­pre­ten zur Auf­füh­rung kommt. Bil­der des Welt­raums wech­seln mit einem das Publi­kum blen­den­den grell-weis­sen Licht ab, wel­ches die Geburt eines neu­en Son­nen­sys­tems sym­bo­li­siert (2.12.09).

-Robin Poin­tras ist eine kana­di­sche Tänzerin/Performerin, die mit ihrer Arbeit die Schnitt­stel­le von Tanz und Per­for­mance erkun­det. Die­ser Abend wird dem Schwer­punkt Tanz gewid­met sein: dazu laden wir Eva Fuhrer aus Bern und Katha­ri­na Vogel aus Biel ein. Des Wei­te­ren kommt Ste­fa­nie Gru­ben­mann aus Basel. Sie besticht durch ein­fa­che, bil­der­star­ke Per­for­man­ces an der Schnitt­stel­le von Tanz und Gesang. (3.12.09)

- Ralf Samens (2.12.09), Janet Hauf­ler und Schau­platz Inter­na­tio­nal (bei­de am 4.12.09) haben von uns den Auf­trag bekom­men, sich unab­hän­gig von­ein­an­der mit dem The­ma aus­ein­an­der zu setzen.

-Wal­ter Sieg­fried, ein klas­si­scher Sän­ger aus Mün­chen, singt mit Pia­no­be­glei­tung an zwei Aben­den punkt 20:00 die „Erns­ten Gesän­ge“ von Johan­nes Brahms. Dazu läuft die Tages­schau der ARD auf Gross­lein­wand ohne Ton. Die Lie­der bekom­men in die­ser Kon­stel­la­ti­on eine Bedeu­tung, die tie­fe Betrof­fen­heit aus­lö­sen kann. (4. und 5.12.09)

-Sands Mur­ray-Was­sink ist ein Ame­ri­ka­ner, der in Ams­ter­dam lebt. Er ist Samm­ler von Par­fums und besitzt über 400 Fläsch­chen. Er klärt das Publi­kum über Duft­no­ten auf und sagt jedem, der will, wel­ches spe­zi­el­le Par­fum zu ihm passt. (5.12.09)

-Eben­falls am Sams­tag 5.12.09 wird der Vize­welt­meis­ter im Natu­ral Body­buil­ding, Robi Roos aus Luzern, bei BONE 12 auf­tre­ten und Tei­le sei­ner Prä­sen­ta­ti­on zeigen.

-Boris Nies­lo­ny wird in der Aula des Pro­gr sein „Bal­lon­stück“ in einer 8‑stündigen Per­for­mance am Sonn­tag (6.12.09) zur Auf­füh­rung brin­gen. Die­se „beweg­te Instal­la­ti­on“ besteht aus sehr vie­len gros­sen, mit Heli­um gefüll­ten Bal­lons, die lang­sam, den Luft­strö­mun­gen fol­gend, durch den Raum schwe­ben und immer wie­der neue Kon­stel­la­tio­nen bil­den. An jedem Bal­lon ist ein Säck­chen Salz befes­tigt, das die Luft­feuch­tig­keit auf­nimmt, schwe­rer wird und den Bal­lon zur Erde zurück­bringt. Nies­lo­ny nimmt etwas Salz weg, der Bal­lon schwebt wie­der höher und das gan­ze Spiel beginnt von vorne.

-Eben­falls am 6.12.09 führt Jür­gen O. Olbrich auf der Klei­nen Büh­ne im Pro­gr den Zuschaue­rIn­nen sei­ne „Tisch­ga­le­rie “ vor, die Ori­gi­na­le in Kleinst­for­mat von über 500 Künst­lern ent­hält. Im Neben­raum ver­kau­fen die bei­den jun­gen Luzer­ner Lipp&Leuthold (Fast­kunst) ihre „Ware“. Wenn der Kun­de etwas aus ihrem rei­chen Ange­bot bestellt, wird das Gewünsch­te im Eil­tem­po gemalt und der Käu­fer bekommt z.B sei­ne Cur­ry-Wurst als Bild, das er mit nach Hau­se neh­men kann.

-Jason Lim, ist ein Performer/Keramiker aus Sin­ga­po­re, dem es bei sei­ner Arbeit nicht um ein End­pro­dukt (z.B Vase etc.) geht son­dern um den Pro­zess des Erschaf­fens, bei dem er sei­nen gan­zen Kör­per als Werk­zeug ein­setzt. Zu sehen ist Jason Lim am Sonn­tag in der LOGE beim Progr.

-Vale­ri­an Maly und Kla­ra Schil­li­ger wer­den eine auto­mo­bi­le Per­for­mance in den Stras­sen Berns zei­gen. (2.–5. 12.09)

Bio­gra­phien der KünsterInnen

Eva Fuhrer
Aus­bil­dung zur Tän­ze­rin in Bern. Lebt und arbei­tet in Bern.
Seit 1978 Mit­glied der frei­en Grup­pe Thea­ter­kol­lek­tiv Stu­dio am Mon­tag Bern / STOP.P.T.
Seit 1984 Arbeit als Solo-Per­for­me­rin, Cho­reo­gra­phin und Regisseurin.
Auf­trit­te im In – und Ausland.
evafuhrer@bluewin.ch

Ste­fa­nie Grubenmann
Ste­fa­nie Gru­ben­mann gebo­ren 1976 ist Per­for­me­rin, Sän­ge­rin und Tän­ze­rin. Sie stu­dier­te Rhyth­mik mit Gesang an der Staat­li­chen Hoch­schu­le für Musik in Tros­sin­gen (D), New Dance und Impro­vi­sa­ti­on bei Bewe­gungs-Art Frei­burg (D) und Péd­ago­gie Per­cep­ti­ve du Mou­ve­ment und Art et Fascia­thé­ra­pie in Lis­sa­bon und Genf. Seit 2005 ent­wi­ckelt sie kon­ti­nu­ier­lich Solo­per­for­man­ces mit Stim­me und Kör­per, wel­che sich an den Rän­dern von Musik-Tanz und Bil­den­der Kunst bewe­gen. Sie spiel­te an ver­schie­de­nen Fes­ti­vals und in unter­schied­li­chen Insti­tu­tio­nen im In- und Aus­land. «Ooruk» (2005), «soft» (2006), «Queen» (2007), «One» (2008), «fila­tu­re» (2008), «mouth» (2009). Zuletzt die abend­fül­len­de Pro­duk­ti­on «unter­wel­ten» im Tanz­haus Zürich. Zur Zeit hat sie einen ein­jäh­ri­gen Resi­denz­auf­ent­halt in der Roten Fabrik in Zürich. Sie ist Sän­ge­rin in ver­schie­de­nen For­ma­tio­nen, u.a. bei Medi­va, einer mit­tel­al­ter­li­chen Cross­over­band und bei mor­ethan­mu­sic von Ann Allen. «Mich inter­es­siert es, das Unbe­wuss­te und Bewuss­te in und aus der Balan­ce zu brin­gen und die Geschwin­dig­keit der Ideen und Gedan­ken zu über­win­den, um eine ‚Logik der Emp­fin­dung‘ auf die Büh­ne zu bringen.»

Janet Hauf­ler
Schau­spie­le­rin und Per­for­me­rin. Lebt und arbei­tet in Bern.
Gebo­ren und auf­ge­wach­sen in Basel.
Von 1959–69 Thé­ât­re de Carouge in Genf.
Ab 1970 Zusam­men­ar­beit mit Nor­bert Klas­sen (STOP.P.T.).
Gast­ver­trä­ge am Schau­spiel­haus Zürich, Thé­ât­re Klé­ber Méleau Lausanne.
Zuletzt regel­mäs­si­ge Auf­trit­te mit PLASMA, Zürich.
Fil­me mit C. Goret­ta, P. von Gun­ten, F. Murer, Th. Koer­fer, B. Giger, M. Sout­ter, X. Kol­ler, R. Din­do u.a.m.

Jason Lim
Jason Lim kam 1966 in Sin­ga­pur zu r Welt. Lims Schaf­fen umfasst Kera­mik, Vie­deo, Instal­la­ti­on und Per­for­mance Art. Er zeig­te sei­ne Per­for­man­ces in über 16 Län­dern. Sel­ber orga­ni­siert und kura­tiert Lim diver­se Platt­for­men für alter­na­ti­ves Kunst­schaf­fen. Neben der Zusa­men­ar­beit mit ande­ren Künst­le­rIn­nen inter­es­siert er sich auch für deren Vernetzung.

2007 zeig­te Lim „Wal­king Sticks“ an der 4. Kera­mik-Bien­na­le in Koreau und gewann dabei den Jury-Preis. Im sel­ben Jahr war er mit „Just Dhar­ma“ und „Light Weight“ im Sin­ga­po­re Pavi­li­on an der 52. Bien­na­le in Vene­dig ver­tre­ten. 2008 kam er mit sei­ner Arbeit „Ying­ge Dhar­ma“ in die enge­re Wahl für den Gros­sen Preis der Kera­mik Bien­na­le in Taiwan.

Mehr zu Jason Lim unter:
http://www.saatchi-gallery.co.uk/yourgallery/artist_profile//79424.html

Lipp und Leuthold
Die Aus­ein­an­der­set­zung und das Inter­es­se an der Male­rei war die Initi­al­zün­dung für die Zusam­men­ar­beit von Reto Leut­hold und Paul Lipp. Bei­de haben sie in der Abtei­lung für Bil­den­de Kunst an der HGK Luzern stu­diert und sich inten­siv mit der Male­rei beschäf­tigt, ein aus der Viel­falt der Aus­drucks­for­men zeit­ge­nös­si­scher Kunst eher sel­ten gewähl­tes Medi­um. Wäh­rend sie sich in ihrer eige­nen Arbeit eher auf klas­si­sche Wei­se mit der Male­rei, mit Mate­ria­li­tät, Form und Motiv beschäf­ti­gen, benut­zen Sie als Künst­ler­duo Lipp&Leuthold die Male­rei als Basis um die Kunst, den Künst­ler und den gan­zen Kunst­be­trieb und sei­nen Platz in der Gesell­schaft – und damit sich selbst und das eige­ne Schaf­fen – zu iro­ni­sie­ren und zu hin­ter­fra­gen. Durch die spie­le­ri­sche, humor­vol­le und geist­rei­che Wei­se, in der sie Ihre Kri­tik vor­tra­gen, ent­wi­ckeln sie eine sub­ver­si­ve Kraft, wel­che den Betrach­ter dazu bewegt, ja sogar zwingt, sich eige­ne Gedan­ken zur Rol­le der Male­rei und der Kunst in der Gesell­schaft und der Wahr­neh­mung von Bil­dern in der von Rei­zen über­flu­te­ten Welt zu machen.

Fast­kunst
Der Titel die­ses Pro­jekts, wel­ches noch wäh­rend der gemein­sa­men Stu­di­en­zeit sei­nen Anfang nahm, ist im dop­pel­ten Sin­ne Pro­gramm. Lipp und Leut­hold bie­ten – ana­log zum Fast- food an der Imbiss­bu­de – schnell gemal­te Bil­der zu Spott­prei­sen an. Die bei­den Maler instal­lie­ren sich an Ver­nis­sa­gen oder bei Aus­stel­lun­gen, und auf den ers­ten Blick sieht ihr Mobi­les Ate­lier dabei aus wie eine Würst­chen­bu­de. Die ver­schie­de­nen Menus von den Pom­mes zu 9.50 bis zur Schlacht­plat­te für 23.50 sind über dem Tre­sen ana­log zu den Foto­gra­fien des Ange­bots in einem Keb­ab­stand hin­ge­malt. Wenn man durch das lecke­re Ange­bot dazu ver­lei­tet wird sich eine Brat­wurst mit Rös­ti zu bestel­len, wird aber statt Öl in die Pfan­ne gegos­sen, Ölfar­be auf die Lein­wand gepin­selt Nach weni­gen Minu­ten hält man ein frisch gemal­tes Bild des bestell­ten Menus in der Hand, damit die fri­sche Far­be kei­ne Spu­ren auf der Ver­nis­sa­gen-Gar­de­ro­be des Käu­fers hin­ter­lässt, stil­echt in Alu­fo­lie ver­packt. Lipp & Leut­hold ent­mys­ti­fi­zie­ren mit Ihrer Akti­on das Bild des inspi­rier­ten Künst­lers im Ate­lier. Sie malen auf Bestel­lung vor­ge­ge­be­ne Moti­ve, und das vor den Augen des Publi­kums, in einer offe­nen Küche sozu­sa­gen. Dabei set­zen sich die bei­den ernst­haf­ten Maler bewusst dem Risi­ko aus, dass der Kunst­ge­halt ihrer Bil­der in Fra­ge gestellt wird. Das einer­seits durch die Mas­sen­an­fer­ti­gung der Bil­der, ande­rer­seits aber auch durch den tie­fen Preis. Kunst wird dadurch für Jeder­man erschwing­lich, aber ist es dann noch Kunst – oder nur fast Kunst, eben? Die eben­falls aus der Akti­on resul­tie­ren­de Fra­ge, wie sehr sich der Künst­ler den Metho­den der Mar­ke­ting­in­dus­trie und Schnäpp­chen­ge­sell­schaft anpas­sen muss, haben Lipp&Leuthold in ihrer Instal­la­ti­on «BROWN WAS JUST A COLOUR TO HER» noch ver­tieft. Eine Lebens­gros­se Nach­bil­dung ihres Fast­Kunst Imbiss­wa­gens inklu­si­ve über­di­men­sio­na­lem Brat­hähn­chen auf dem Dach wirbt in die­ser Instal­la­ti­on für das von Ste­fan Hän­ni für Lipp & Leut­hold pro­du­zier­te Video «JOY OF PAINTING – KURS 1: BIG SAUSAGE». Das Video erklärt dem inter­es­sier­ten Lai­en wie man ein Fast­Kunst Bild sel­ber malen kann. Neben der Anspie­lung auf Mer­chan­di­sing, wel­ches auch vor der Kunst und Künst­lern nicht halt macht, stei­gert die­se Arbeit den Gedan­ken des Fast­Kunst Pro­jek­tes noch. Die Male­rei ist also nicht mehr nur für jeden erschwing­lich, son­dern jeder kann sie sel­ber her­stel­len – Jeder ist ein FastKünstler.

Paul Lipp
1977 Gebo­ren in Wol­husen (Luzern)
1984 – 1988 Pri­mar­schu­le Werthenstein
1988 – 1993 Sekun­dar­schu­le Ruswil
1993 – 1997 Leh­re als Möbel­schrei­ner, Berufs­aus­übung, Auslandaufenthalte
1999 – 2004 Stu­di­um bil­den­de Kunst HGK Luzern bei Prof. Ste­fan Grit­sch und Prof. Dr. Peter Stob­be. Anstel­lung 40% als Aus­stel­lungs­ge­stal­ter Burg Zug

Aus­stel­lun­gen
2003 Platt­form für zeit­ge­nös­si­sche Kunst, Decem­bers Child­ren, Luzern
2004 Diplom­aus­stel­lung HGK Luzern Erfri­schungs­raum, Luzern
2005 Gale­rie Ger­sag Emmenbrücke
2005 Kunst­mu­se­um Luzern Jahresausstellung
2007 Sta­ti­on 21 Zürich
2007 Kunst­raum Vitri­ne Kel­ler­stars­se Luzern
2007 City Hal­le Win­ter­thur Jungkunst

Reto Leut­hold
Gebo­ren am 8.6.1977 in Thun
1984 – 1988 Pri­mar­schu­le Hasliberg
1988 – 1993 Sekun­dar­schu­le Meiringen
1993 – 1997 Aus­bil­dung zum Typografen
1997 – 1998 Vor­kurs an der HGK Luzern
1998 – 2000 Grund­kurs an der HGK Luzern
2002 – 2005 Fach­klas­se für Bil­den­de Kunst HGK Luzern
Anstel­lung 40% als Assis­tent der HGKL

Aus­stel­lun­gen
2002 11 Raum­in­stal­la­tio­nen Luzern
2003 Platt­form für Zeit­ge­nös­si­sche Kunst Decem­bres Child­ren, Luzern
2003 Menue2 | Erfri­schungs­raum, Luzern
2004 Fumet­to, Luzern | Al Aqua
2005 bild­lich | OP-Nord, Gale­rie und Ate­lier­haus Stuttgart
2005 sci­ence et cité | Erfri­schungs­raum, Luzern
2005 Diplom­aus­stel­lung HGK Luzern Erfri­schungs­raum, Luzern
2006 Pro­to­kol­le | Kunst­pan­ora­ma Luzern
2007 City Hal­le Win­ter­thur Jungkunst
2007 Fumet­to, Luzern
2008 Fumet­to Luzern

Lipp und Leuthold
2003 Menue2 | Erfri­schungs­raum Luzern
2006 Gäs­te­zim­mer Wolhusen
2006 KKL Uffi­kon, Mari­ne­mu­se­um Luzern
2007 Kunst­pan­ora­ma Luzern
2007 Tal­mu­se­um Engelberg
2007 Orell Füss­li Luzern
2007 Sta­ti­on 21 Zürich
2007 Kunst­ver­eins­heim Kas­sel (Docu­men­ta Sideshow)
2007 City Hal­le Win­ter­thur Jungkunst
2007 Chäs­la­ger Stans
2008 Kunst­raum Riehen

Kla­ra Schil­li­ger und Vale­ri­an Maly
Kla­ra Schil­li­ger und Vale­ri­an Maly arbei­ten und leben seit 1984 gemein­sam in den Berei­chen Per­for­mance Art und Instal­la­ti­on, eini­ge spe­zi­fi­sche Wer­ke (meist mit direk­tem Ein­be­zug des Publi­kums) bezeich­nen sie als „Install­Ac­tion“. Die inter­me­diä­ren Instal­la­tio­nen und Per­for­man­ces sind oft – nicht aus­schliess­lich – orts­be­zo­ge­ne Inter­ven­tio­nen, denen pro­jekt­be­zo­ge­ne Recher­chen vor­aus­ge­hen. Kla­ra Schil­li­ger und Vale­ri­an Maly bewe­gen sich selbst­ver­ständ­lich zwi­schen den ver­schie­de­nen Gen­res der Küns­te, ohne aber ver­meint­lich ver­lo­cken­der mul­ti­me­dia­ler Über­frach­tung zu ver­fal­len. Maly/ Schil­li­ger wei­sen eine rege Aus­stel­lungs- und Per­for­mance­tä­tig­keit in eta­blier­ten Insti­tu­ten der Kunst­sze­ne eben­so wie an inno­va­ti­ven Off-Spaces und Fes­ti­vals in Euro­pa, USA und Asi­en auf. Nach sieb­zehn Lehr- und Wan­der­jah­ren mit Zen­trum Köln leben sie seit 2003/2004 in Bern. 2008 beka­men sie den Preis der Kunst­kom­mis­si­on der Stadt Bern: „Das Per­for­mance-Duo Schil­li­ger & Maly insze­niert Kunst als intel­li­gen­tes Spiel mit Wör­tern und Asso­zia­tio­nen, mit Orten und dem Publi­kum“. Für das Fes­ti­val „Bone12“ 2009 bespie­len und irri­tie­ren sie ein­mal mehr den öffent­li­chen Raum der Stadt Bern.

Sands Mur­ray-Was­sink
Sands Mur­ray-Was­sink (Top­e­ka, Kan­sas, USA 1974 / 1994–present Ams­ter­dam, NL) is a que­er per­fu­me per­for­mer painter.
His work comes main­ly out of 70’s Femi­nist Body Art and lega­ci­es of this…Live Art as docu­men­ta­ry of per­so­nal eman­ci­pa­ti­on and development.
Beha­vi­oral life studies–life as laboratory.
Sex/Intimacies and the per­so­nal as political.
His wish in his actions is to invol­ve the audience/viewer/participant in his crea­ti­ve process.
Sands has a built up a coll­ec­tion of over 400 per­fu­mes and will sel­ect a group to work with, with the audience.
Per­fu­mes as meta­phors for dif­fe­rent types of peo­p­le, time docu­ments, «liquid emotions»…bottled per­fu­me as the per­fect form for fine art.
Sands belie­ves that the indi­vi­du­al mind/body con­nec­tion is vital to art today–understanding, app­re­cia­ti­on, use, creation.
Art as a human acti­vi­ty, made for human consumption.
www.sands1974.com

Boris Nies­lo­ny
geb. 02.10.1945 – Grim­ma / Sachsen
Grund­schul­aus­bil­dung 1960 been­det. Leh­re als KFZ-Mecha­ni­ker. Tätig­keit in fol­gen­den Beru­fen ( Auswahl)
Tank­wart, Kran­ken­pfle­ger­hel­fer, Bau­ge­wer­be, Stahl­bau­mon­ta­ge, Anstrei­cher, Stadt­strei­cher, Maschi­nen­mon­ta­ge, Mes­se­bau, Kraft­ver­kehr, Büro­ma­schi­nen­bau, Lager­tech­nik, Kfz-Mecha­nik, Kfz-Innen­de­sign, Inneneinrichtung, …

Arbeits­fel­der
1964– lite­ra­ri­sche Ver­su­che, kon­kre­te Poe­sie, Lyrik
1967– Abend­kur­se Werk­kunst­schu­le Hannover
Male­rei, Zeich­nun­gen, Objek­te, gesell­schafts­bil­den­de Ent­wür­fe, poli­ti­sche Aktio­nen, 1970 – 1976

Schnitt 1 – Stu­di­um der Frei­en Kunst bei H. Bach­mann, R. Gir­ke, G. Graub­ner, U. Rück­riem, Georg Jap­pe, Bazon Brock,
1976 DAAD-Sti­pen­di­um für Paris
1976 – 1979
Inter­ak­ti­ve Aktio­nen, Unter­su­chun­gen an Pho­to­gra­phie, Unter­su­chun­gen mit Licht, Unter­su­chun­gen mit Far­be, Unter­su­chun­gen an Licht und Blau, Instal­la­tio­nen, Musik-Per­for­mance, Inter­ak­ti­ve Pro­jek­te, Bücher, Din A 4 Kul­tur, Copy-Bücher, Situa­tio­nen, Hand­lungs­räu­me – Zeit­räu­me – Öffent­li­che Räu­me, Plots

Schnitt 2 – Theo­re­ti­sche Refle­xio­nen, Begriffs­in­stru­men­ta­ri­en, Aus­rich­ten der the­ma­ti­schen Räu­me, Gründungen
1980 » Alche­mie des All­tags » , » Allo­tro­pie des All­tags » , » Prä­fi­gu­ra­tio­nen «: Tisch – Stuhl – Altar – Arche – Kreuz – Gewand – Wege – Begeg­nung – etc.
Inter­dis­zi­pli­nä­re Pro­jek­te:» Atlan­tis :: Annä­he­rung an ein zen­tra­les The­ma, Versuche »
» Insti­tut für Pata­phy­si­sche Raum­fahrt und Nor­ma­ti­ve Äqui­va­lenz­theo­rie » ableaux Vivants, Han­deln­de Bil­der, Spiel & Streit, etc.
1981 Pro­jekt „Das Kon­zil“, Pro­jekt » Die Schwar­ze Lade «, die Skulp­tur des öffent­li­chen Interesses
1983 » Die Stif­ter «, Ent­wick­lung des euro­päi­schen Netz­werks, Reisen,
» Poe­ti­sche Ent­wen­dung «, » Anthro­po­gno­sie «, » Stät­te der Begegnung »
» Die „ Mobi­le Con­tai­ner Anlage »
1985 » NEESCHA «, das Maga­zin (durch und mit „die Stil­len Helden“)

Schnitt 3 – Skulp­tu­ren, Ein­rich­tun­gen, Gestal­tun­gen und Rahmenbedingungen
1985 „ DAS PARADIES “, eine Skulp­tur als Rei­se durch skulp­tu­ra­le und pho­to­gra­phi­sche Wel­ten.„ BLACK MARKET Inter­na­tio­nal “, ein Inter­ak­ti­ons­mo­dell mit euro­päi­schen Per­for­mance­künst­lern und Gäste.
„ A S A „ , Ein Modell des Inter­dis­zi­pli­nä­ren mit­tels der Kon­struk­ti­on von Ser­vice und der Defi­ni­ti­on von Per­for­mance mit­tels des Menues, die Software-Skulptur
„ Die Schwar­ze Lade „ , trans­for­miert zu: das ers­te euro­päi­sche Per­for­mance Archiv
1986 Preis der Deut­schen Industrie
1986 „ Anthro­po­gnos­ti­sches Tafel­ge­schirr “, eine Skulp­tur des Wan­dels, Eth­no­gra­phi­sche und anthro­po­lo­gi­sche Stu­di­en. ( Wie öff­ne ich ein Bild ) Mate­ri­al seit 1969
1987 „ Das Hans im GlÜck Syn­drom: zu einer Theo­rie der Per­for­mance aus dem Ver­ständ­nis der Entro­pie “ , Per­for­man­ces ‑Vor­trä­ge – Semi­na­re – Instal­la­tio­nen – Pho­to­gra­phie – Objek­te – etc. (Das Archiv als Körper)
1990 „ The Cur­rent Affairs “, ein per­for­ma­ti­ves Informationsnetzwerk
„ A S A – Euro­pean “ – Das Per­for­mance Netzwerk.
Pro­jek­te: „ Quan­ten­pool Köln „ – „ Die Gabe „ – „ Rent an Artist „.
1995 Initia­tor und Mit­grün­der der Per­ma­nen­ten Per­for­mance ART Konferenz
Das Pro­ject „ ALICE „ in Anthro­po­gnos­ti­sches Tafel­ge­schirr. Kon­tex­tua­li­sie­rung, eth­no­gra­phi­sche- und anthro­po­gnos­ti­sche Struk­tu­ren. Grund­la­gen einer Theo­rie der Per­for­mance Art und ver­wand­te Künste.
Stu­di­en vor­wis­sen­schaft­li­cher Fel­der als Intermedia.
1997 Her­aus­ga­be der jähr­li­chen Inter­net Per­for­mance Art Zeit­schrift – slaps banks plots
Beginn der Zusam­men­ar­beit mit Ger­hard Dirm­o­ser zur Kon­tex­tua­li­sie­rung der Per­for­mance Art und Per­forming Arts
2001 E.P.I. Insti­tut. Grün­dung des Euro­päi­schen Per­for­mance Institut.
2005 „Das Anthro­po­gnos­ti­sche Tafel­ge­schirr“ und „Das Hans im Glück Syn­drom“, zur theo­rie des Archivs.
Ver­schie­de­ne Per­for­mance Art Pro­jek­te und Epe­ri­men­te im Bereich der „Kunst der Begeg­nung“ (vor­wie­gend). Pro­jekt: STRANGE SEVEN
2007 Wie die Jah­re vor­her – in allen Berei­chen und sehr prä­zi­se im Ungenauen.

Semi­na­re, Vor­trä­ge und work­shops habe ich u.a. an fol­gen­den Kunst­schu­len und Insti­tu­tio­nen gehalten:
F&F‑Schule Zürich 1985, 1988, 1997; Kunst­aka­de­mie Maas­tricht; Kunst­aka­de­mie Mün­chen; Kunst­aka­de­mie Oslo /N; Aka­de­mie der anwand­ten Küns­te, Wien/A; Pro­jekt “ Spiel “ Bern /CH; Staat­li­che Aka­de­mie Bil­den­der Küns­te Stutt­gart; Molt­ke­rei Werk­statt Köln; Städ­ti­sche Gale­rie Saar­brü­cken; Nor­di­sche Gale­rie Hel­sin­ki /SF; Hoch­schu­le der Küns­te Ham­burg; Art School Brigh­ton /GB; Som­mer­aka­de­mie Irr­see 1995, 1998; (Uni­ver­si­tät Augs­burg); Schau­spiel­schu­le Bern/CH. Städ­ti­sche Gale­rie Saar­brü­cken. Per­for­mance­tage Pfäf­fi­kon 1997.

Scuol / Ch; Leip­zig; Linz / A;
Seit 1997 regel­mä­ßig 6 Wochen im Jahr an der F+F Schu­le in Zürich. Been­det 2002
Seit 2006 Lehr­auf­trag an der Kunst­uni­ver­si­tät Linz

Work­shops, Vor­trä­ge und Semi­na­re weltweit:
St. Gallen/CH, Bolo­gna / I„ Straßburg/F, , Japan, Wien/A, Chi­na, Indo­ne­si­en, Cana­da, USA, Mexi­co, Bra­si­li­en, Paris/F

Jür­gen O. Olbrich
Jür­gen O. Olbrich wur­de 1955 in Bie­le­feld gebo­ren. Er lebt in Kas­sel und ist für sei­ne Per­for­man­ces, Tra­vel­ling Affai­res und Edi­tio­nen bekannt. Seit 1973 arbei­tet der Medi­en­künst­ler an Copy-Art Seri­en und Copy-Art Büchern, die er ab 1975 um Copy-Art Per­for­man­ces und Edi­tio­nen erwei­ter­te. Seit 1976 erscheint Jür­gen O. Olbrichs Zeit­schrift „Coll­ec­ti­ve Copy“. Seit 1979 arbei­tet Olbrich an Lang­zeit­pro­jek­ten, legt künst­le­ri­sche Samm­lun­gen an und kana­li­siert Mate­ri­al in öffent­li­che Insti­tu­tio­nen. Seit 1984 erfüllt Jür­gen O. Olbrich Lehr­auf­trä­ge im In- und Aus­land. 1995/96 war er Gast­pro­fes­sur an der Universität/GHK Kas­sel. Seit 1983 ist er ist er Mit­glied im Vor­stand des Kas­se­ler Kunst­ver­eins. 1987 nahm er an der docu­men­ta 8 in Kas­sel teil und wur­de über­re­gio­nal bekannt. 1989 begann er mit sei­nem Werk­zy­klus „Paper-Poli­ce“. Dafür sam­melt und recy­celt er Mate­ria­li­en aus öffent­li­chen Papier­con­tai­nern in ganz Deutsch­land. Jür­gen O. Olbrich arbei­tet künst­le­risch an Pro­jek­ten und Archi­ven, die durch Ver­viel­fäl­ti­gung bestän­dig in Erin­ne­rung blei­ben und so dem Ver­ges­sen ent­ge­gen­wir­ken. Der Net­wor­ker, Spu­ren­si­che­rer und Kon­zept­ar­tist bezieht Kol­la­bo­ra­ti­ons­part­ner glo­bal mit ein und arbei­tet außer mit Fund­ma­te­ria­li­en und dem Zufall auch mit Wort-Bild-Kombinationen.

Robin Poin­tras
Robin embark­ed on a pro­fes­sio­nal dance care­er in 1984, after com­ple­ting a basic trai­ning inclu­ding a B.F.A. (Spe­cial Hono­urs) degree in dance from York Uni­ver­si­ty, and seve­ral dance tech­ni­ques, crea­ti­on and per­for­mance stu­dies in Cana­da and abroad. In 1986, she co-foun­ded the arts orga­niza­ti­on New Dance Hori­zons, whe­re she con­ti­nues to act as Artis­tic Direc­tor. Dance trai­ning, crea­ti­ve explo­ra­ti­ons, cho­reo­gra­phic works and per­forming have been ongo­ing for Poi­t­ras as she con­ti­nu­al­ly enga­ges in crea­ting and per­forming. In the past deca­de Robin has crea­ted and per­for­med an eclec­tic body of work. Her solo works have been pre­sen­ted across Cana­da and in Euro­pe. At home in Regi­na, she has crea­ted an asto­nis­hing array of mul­ti-disci­pli­na­ry and com­mu­ni­ty per­for­mance works.

Robi Roos
Gebo­ren auf dem Menz­berg (LU) am 30.8.1970
Grös­se: 170 cm
Beruf: Bau­ma­schi­nen­füh­rer und Fitnesstrainer
Trai­ning seit: 1990
Erfol­ge: Mehr­fa­cher Schwei­zer- und Vize­welt­meis­ter im Leicht­ge­wicht bis 70 kg (zuletzt im 2008)
Ziel­set­zung für 2010: WM New York in den Kate­go­rien bis 70 kg und Män­ner über 40
Ver­band: Swiss Natu­ral Body­buil­ding Fede­ra­ti­on SNBF
Trai­ning: Wäh­rend dem Jahr: 4 x pro Woche (1 x Aus­dau­er / 4 x Kraft­trai­ning); bei Wett­kampf­vor­be­rei­tung: 6 x pro Woche (2 – 3 x Aus­dau­er und 5 x Krafttraining).
Spon­so­ren: Diwi­sa S.A. (Tro­j­ka Ener­gy) Wil­li­s­au, Vital Ernäh­rungs­shop Sur­see, Fit­ness­cen­ter TC Sur­see und Fit­ness­cen­ter Schloss­feld Willisau.

Ralf Samens
Ralf Samens war Mit­grün­der der Künst­ler­grup­pe Mate­ri­al und Wir­kung und hat in den Jah­ren danach mit Ben­ny Gut­mann unter dem Logo Ben & Sam in den Zwi­schen­be­rei­chen Per­for­mance, Akti­on und öffent­li­che Skulp­tur gewirkt. Ihre Auf­trit­te fan­den in ver­schie­dens­ten Kon­tex­ten und an Orten wie Ban­ken, Kauf­häu­ser und Fuss­ball­sta­di­en statt und bezie­hen teil­wei­se das gan­ze Stadt­ge­biet ein. Ben & Sam visua­li­sie­ren in ihrer Arbeit ana­ly­ti­sche und kom­mu­ni­ka­ti­ve Pro­zes­se. Spra­che und Bild sind in ihrem Ver­ständ­nis per­for­ma­tiv zu bear­bei­ten, um den Abrutsch in das Pro­dukt zu vermeiden.
Ralf Samens war Mit­be­grün­der des BONE – Fes­ti­vals. Er lebt und arbei­tet in Bern und Burgdorf.

Schau­platz International
Schau­platz Inter­na­tio­nal gehö­ren zu den inter­na­tio­nal bekann­tes­ten Schwei­zer Live Art For­ma­tio­nen. Ihre Arbei­ten bewe­gen sich im Span­nungs­feld zwi­schen Per­for­mance, Thea­ter, Video, Film, sozia­le Plas­tik und Instal­la­ti­on. Mit der Ein­la­dung ihrer jüngs­ten Arbeit, «Mas­cots II / Sie kom­men nicht zur Ruhe», zum Fes­ti­val Impul­se 2009, dem wich­tigs­ten Fes­ti­val für frei­es Thea­ter im deutsch­spra­chi­gen Raum, ist Schau­platz Inter­na­tio­nal jüngst ein wei­te­rer Coup gelun­gen, der den Rang der Grup­pe bestätigt.

Wer ist Schau­platz International?
Die Kern­grup­pe, auch schon als „hier­ar­chie­frei­es Gene­ral­un­ter­neh­men“ bezeich­net (D. Muscio­ni­co, NZZ vom 16.2.2005), besteht aus 4 Per­so­nen: Anna-Lisa Ellend, Albert Liebl, Lars Stu­der und Mar­tin Bie­ri. Die Grup­pe erwei­tert sich für grös­se­re Pro­jek­te, genau­so wie sie auch für klei­ner Pro­jek­te schrumpft. Die Mit­glie­der der Grup­pe tei­len sich die anfal­len­den Arbei­ten unter­ein­an­der auf, die funk­tio­na­len Auf­tei­lun­gen sind aller­dings flies­send. Dar­aus resul­tiert eine kol­lek­ti­ve Autoren­schaft, auf die die Grup­pe gros­sen Wert legt.

Die Grup­pe und ihr Leben als Künst­ler ganz pri­vat unter:
http://schauplatzinternational.net/homestories.html

Wie arbei­tet Schau­platz Inter­na­tio­nal und wel­che The­men ste­hen im Zentrum?
Ein gros­ser Teil der Arbeit besteht aus einer Recher­che, Denk- und For­schungs­pha­se. The­ma­tisch ist die Grup­pe an gesell­schaft­li­chen Phä­no­me­nen inter­es­siert. Auch thea­ter- und kunst­theo­re­ti­sche Fra­gen nach An- und Abwe­sen­heit, Live, Authen­ti­zi­tät, Natur, Kunst und Reprä­sen­ta­ti­on prä­gen die Arbei­ten von Schau­platz Inter­na­tio­nal. Die Grup­pe stellt sich selbst und die eige­ne Arbeit dabei immer wie­der in Fra­ge und ver­bin­det so Theo­rie und Lebens­pra­xis auf nach­voll­zieh­ba­re und humor­vol­le Weise.

Wei­ter infos zur Grup­pe unter:
http://schauplatzinternational.net/homestories.html

Siegfried/Ricchiuti
Wal­ter Sieg­fried pro­mo­vier­te 1977 an der Uni­ver­si­tät Zürich (Psy­cho­lo­gie, Kunst­ge­schich­te, Phi­lo­so­phie). Danach forsch­te er über „Ästhe­tik als Ver­hal­ten“ im Max-Planck-Insti­tut für Ver­hal­tens­psy­cho­lo­gie, See­wie­sen. Seit 1986 erar­bei­te­te er diver­se Kunst­pro­jek­te und Per­for­man­ces: Sound-Tracks to Rea­li­ty, Die Stadt­tän­zer, Kabel­see­le, Com­pu­ter Aided Memo­ry, RUFEN, Rol­la­to­ren­kon­zert, Situa­ti­ve Gesän­ge. 1986–2005 lehrt er an der Aka­de­mie der Bil­den­den Küns­te Mün­chen und an der Hoch­schu­le für Gestal­tung und Kunst in Zürich.
www.ariarum.de

Der aus Mün­chen stam­men­de Pia­nist Wil­helm Ric­chi­uti stu­dier­te bei Prof. Ger­hard Opitz an der Hoch­schu­le für Musik und Thea­ter in Mün­chen und bei Aldo Cic­co­li­ni in Paris.

Er errang zahl­rei­che Prei­se bei natio­na­len und inter­na­tio­na­len Wett­be­wer­ben. Seit­dem kon­zer­tiert er regel­mäs­sig als Solist, Kam­mer­mu­si­ker und Lied­be­glei­ter v.a. in Deutsch­land und Italien.

2008 wur­de Ric­chi­uti von der CK TV/Film, Mün­chen, enga­giert, in Zusam­men­ar­beit mit Dr. Wil­helm Sieg­fried eine Pro­jekt­rei­he zu ent­wi­ckeln, die anhand von Kla­vier­wer­ken aus­ge­wähl­ter Kom­po­nis­ten ein brei­tes Publi­kum für klas­si­sche Musik begeis­tern soll.
www.ricchiuti.net/

Urs Peter Schneider
Gebo­ren in Bern. Kom­po­nist und Impro­vi­sa­tor, Inter­pret und Päd­ago­ge. 1959 bis 1966 Stu­di­um bei Wal­ter Lang und Prof. Bru­no Seidl­ho­fer (Kla­vier), Prof. San­dor Ver­ess und Karl­heinz Stock­hausen (Kom­po­si­ti­on) in Bern, Köln und Wien. 1968 Grün­dung des Ensem­ble Neue Hori­zon­te Bern (über 800 Kon­zer­te, Radio­sen­dun­gen, Mani­fes­ta­tio­nen). 1967 bis 2007 ins­ge­samt fünf­zehn Ton­trä­ger, zum Teil mit Kom­po­nier­ten Pro­gram­men. 1983 Gros­ser Musik­preis des Kan­tons Bern. 1964 bis 1987 sechs wei­te­re Prei­se als Pia­nist und Kom­po­nist. Lebt seit 1966 in Biel, wo ihm 2006 der Kul­tur­preis er Stadt zuer­kannt wird. 1955 bis 2004 zwölf Dut­zend Kom­po­si­tio­nen aller Spar­ten (über 2000 Auf­füh­run­gen in ganz Euro­pa, in Ame­ri­ka und Russ­land). Pro­fes­sor für Theo­rie und Ensem­ble an der Musik­hoch­schu­le Bern bis 2002. In letz­ter Zeit ver­mehr­tes Auf­tre­ten als Per­for­mer, oft mit eige­nen Text­kom­po­si­tio­nen. Spe­zia­list für (vor)klassische und für kon­zep­tu­el­le Musik.

Spike
Spike ist ein jun­ger bri­ti­scher Künst­ler. Bei BONE 12 wird er sich mit Haus­putz beschäftigen.

Katha­ri­na Vogel Biel/Bienne, Tanz, Choreografie
Katha­ri­na Vogel ver­steht den Tanz als Her­aus­for­de­rung zur Erfor­schung des Kör­pers. Fas­zi­niert vom japa­ni­schen Butoh-Tanz ent­wi­ckelt sie nach ihrem Stu­di­um an der Tanz­aka­de­mie in Rot­ter­dam ihre Arbeit in der Abge­schie­den­heit der Insel Ang­le­sey in Nord-Wales. Ihre Cho­reo­gra­fi­schen Pro­jek­te wur­den in Euro­pa, Nord­ame­ri­ka und Süd­afri­ka auf­ge­führt. Mit ihrer Arbeit stellt sie gän­gi­ge Form- und Aes­the­tik-Model­le in Fra­ge. Ihre Spra­che ori­en­tiert sich an Authen­ti­zi­tät, Durch­läs­sig­keit, Trans­for­ma­ti­on: „Der Kör­per ist unvoll­ende­ter, zeit­ge­nös­si­scher Aus­druck der Evo­lu­ti­on, der Tanz ent­steht aus dem Erfor­schen die­ses Mys­te­ri­ums. Tan­zen ist der Ver­such, Unfass­ba­rem einen Augen­blick lang Gefühl und Form zu geben. Was ich ver­fol­ge ist der flüch­ti­ge Moment, wo die Essenz der Bewe­gung aus dem kör­per­lich-see­li­schen Zustand kommt.“
http://www.katharinavogel.ch