
Rafael Horzon, 1970 in Hamburg geboren, studierte Latein, Komparatistik und Atomphysik in Paris, München und Berlin, bevor er sich 1995 zum Paketfahrer der Deutschen Post ausbilden liess. Ab 1996 folgte die Gründung zahlreicher Unternehmen, darunter die Galerie Berlintokyo, die Wissenschaftsakademie Berlin, das Möbelhaus Moebel Horzon, das Modelabel Gelee Royale und das Fachgeschäft für Apfelkuchenhandel, eine Partnertrennungsagentur – eine bahnbrechende Idee jagt die nächste, und jedes Projekt sorgt für enormes Aufsehen und ist von unfassbarem Erfolg gekrönt.
Sein Nachtclub setzte neue Massstäbe im Nachtleben, mit der Kopfkrawatte revolutioniert er die Welt der Mode und machte mit der Erfindung des perfekten Buchregals dem Möbelhaus Ikea ernsthaft Konkurrenz. Auf dem Höhepunkt seines an Ereignissen nicht armen Lebens hält er inne und blickt zurück. In “Das Weisse Buch” hat er seine Erlebnisse festgehalten und wird diese am kommenden Mittwoch im Südpol vorstellen. Respektive wird aufgrund Horzons starker Dyslexie der junge Schauspieler Hajo Tuschy vom Luzerner Theater daraus lesen. Ein Schelm, wer Böses denkt und dem gefeierten Literaten gar unterstellt, er hätte das alles frei erfunden…
Das Luzerner Publikum darf sich glücklich schätzen, Rafael Horzon in dieser Form nochmals live erleben zu dürfen, bevor er sich dem nächsten Karrierehöhepunkt als Komponist widmet, und ist ausdrücklich aufgefordert Fragen an den Tausendsassa mitzubringen.
Mehr Information zur Lesung, die morgen Mittwoch, 15. Juni, im Südpol stattfinden wird, findet ihr unter diesem Link zur Website des Südpols, wo ihr auch gleich Tickets reservieren könnt.
Wann: 15. Juni 2011, Türöffnung 19 Uhr, Beginn 20 Uhr
Wo: Südpol, Luzern
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