Audio­vi­su­el­les Kul­tur­gut soll online ver­füg­bar sein

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Der Bun­des­rat will das audio­vi­su­el­le Kul­tur­gut der Schweiz, bei­spiels­wei­se Film- und Ton­do­ku­men­te, ver­mehrt im Inter­net zugäng­lich machen. Der Ver­ein Memo­riav soll für die­se Auf­ga­be in den kom­men­den vier Jah­ren 2,4 Mil­lio­nen Fran­ken zusätz­li­che Finanz­mit­tel vom Bund erhal­ten. Am Mitt­woch hat der Bun­des­rat die dafür not­wen­di­ge Bot­schaft und den Ent­wurf zu einem Bun­des­be­schluss über einen Zah­lungs­rah­men für Finanz­hil­fen an den Ver­ein Memo­riav in den Jah­ren 2010–2013 gutgeheissen.

Mit den zusätz­li­chen Finanz­mit­teln will Memo­riav den Online-Zugang zum audio­vi­su­el­len Kul­tur­gut ver­bes­sern. Der Zugang zu audio­vi­su­el­len Quel­len soll durch ein Breit­band-Ange­bot (Strea­ming) direkt und ein­fach ermög­licht wer­den. Die Doku­men­te erhal­ten auf die­se Wei­se eine grös­se­re Auf­merk­sam­keit und Verbreitung.

Audio­vi­su­el­le Doku­men­te sind wesent­li­che Zeu­gen unse­rer Ver­gan­gen­heit und als sol­che Bestand­teil unse­rer kol­lek­ti­ven Iden­ti­tät. Dank der finan­zi­el­len Unter­stüt­zung des Ver­eins konn­ten für die kul­tu­rel­le Iden­ti­tät der Schweiz zen­tra­le Wer­ke wie ins­be­son­de­re die Spiel­fil­me ‚Gil­ber­te de Cour­gen­ay» oder ‚Ueli der Knecht» restau­riert sowie die Fern­seh-Tages­schau erhal­ten wer­den. Seit eini­gen Jah­ren steu­ert der Bund über 80 Pro­zent der Ein­nah­men von Memo­riav bei. Mit der Erhö­hung des Zah­lungs­rah­mens wird eine Mass­nah­me des Fach­be­richts des Bun­des­am­tes für Kul­tur zur «Memo­po­li­tik» der Schweiz umgesetzt.

Der Ver­ein Memo­riav wur­de 1995 gegrün­det. Sein Ziel ist, audio­vi­su­el­le Doku­men­te (Fil­me, Vide­os, Fotos, Ton­do­ku­men­te) der Schweiz zu bewer­ten, zu erschlies­sen, zu erhal­ten und Drit­ten zugäng­lich zu machen. Memo­riav zählt 170 vor­wie­gend insti­tu­tio­nel­le Mit­glie­der. Unter ande­rem sind 21 Kan­to­ne durch ihre Staats­ar­chi­ve, Kan­tons­bi­blio­the­ken oder kan­to­na­le Muse­en ange­schlos­sen. Sei­tens des Bun­des sind die Schwei­ze­ri­sche Natio­nal­bi­blio­thek, das Schwei­ze­ri­sche Bun­des­ar­chiv und das Bun­des­amt für Kom­mu­ni­ka­ti­on Mit­glie­der von Memoriav.

Memo­riav wird seit sei­ner Grün­dung durch den Bund finan­zi­ell unter­stützt. Zwi­schen dem Bun­des­amt für Kul­tur und Memo­riav besteht seit 2006 eine Leis­tungs­ver­ein­ba­rung. Gestützt auf das Bun­des­ge­setz über die Aus­rich­tung von Finanz­hil­fen an den Ver­ein Memo­riav beschloss das Par­la­ment für die Peri­ode 2006–2009 einen Zah­lungs­rah­men von 11,7 Mil­lio­nen Fran­ken für Memo­riav. Der Bun­des­rat bean­tragt nun dem Par­la­ment, die­sen Zah­lungs­rah­men für die Jah­re 2010–2013 um 2,4 Mil­lio­nen Fran­ken auf 14,1 Mil­lio­nen zu erhö­hen – das sind jähr­lich 600’000 Fran­ken mehr als bisher.

(Pres­se­text BAK, Bern, 20.05.2009)



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