Auch dieses Ressort ist neu im ensuite vertreten. So neu, dass wir kaum noch Zeit hatten, das inhaltliche Konzept zu festigen. Aber vielleicht ist das ganz gut so, denn damit lassen wir uns thematischen Freiraum.
Ein paar Schmackerl an Ideen können wir aber schon verraten: Unter Design werden wir einige Design-Fabriken in der Schweiz besuchen und vorstellen. Die Schweiz hat beispielsweise in Sachen Möbel einiges zu bieten – und dies sogar im Nachbarsdorf nebenan. Das wissen viele gar nicht – ensuite möchte da etwas Hand bieten. Design ist aber auch – und das wissen wir aus der Kulturszene sehr gut – in der grafischen Gestaltung ganz wichtig. Wir erinnern uns an die legendären Werbeplakate des büro destruct für den Dachstock der Reitschule und die Dampfzentrale in Bern, oder die Arbeiten von Claude Kuhn für das Naturhistorische Museum, und natürlich viele andere. Frech gesagt hat das Grafikdesign oftmals eine Kulturinstitution nachhaltiger geprägt als die darin gezeigten Kulturprogramme. Ensuite vergibt pro Monat einem Grafikdesign-Büro oder Gestalter eine Doppelseite, eine Carte Blanche, damit sich diese GestalterInnen selber vorstellen können. Den Auftakt macht dazu Binneland aus Bern. Das Schriftenduo von Michael Mischler und Niklaus Thoenen erschaffen Schriften und vertreiben diese über das Internet. – ensuite hat sie vor ein paar Jahren durch Zufall entdeckt, und wir verwenden seither ihre Schriften für unser Heft (Catalog). Im neuen Magazin übrigens sind auch die Titelschriften von Binnenland (Regular und Relevant). Das neue Logo allerdings ist eine Soho von Linotype.
Auch in der Architektur muss es nicht immer Renzo Piano sein, wir haben durchaus in der Schweiz auch ein paar fähige Architekten. Allerdings werden wir nicht einfach Architekten vorstellen, sondern es interessiert uns vielmehr, was Architektur für einen Sinn macht, was gute Architektur ausmacht und warum es sich lohnt, die Denkmalpflege nicht nur als Verhinderungsbehörde wahrzunehmen. Die Sprache der Architektur wird uns dazu auch beschäftigen. Eben: Jede Kultur beginnt mit einer gemeinsamen Sprache.
Bild: zVg / SNØHETTA – Kjetil Traedal Thorsen Architektenbüro «Snohetta» («Schneekappe»). Das norwegische Architekturbüro Snøhetta wurde mit skulpturalen Bauten bekannt, bei denen die Einbettung in die Umgebung ebenso wichtig ist wie ein durchdachtes Interieur. Gründer Kjetil Trædal Thorsen stellt seine Projekte und Vorstellungen von Architektur vor. 07. August 2014 um 18:00 / Vitra Design Museum, Charles-Eames-Str. 2, Weil am Rhein (D)
www.design-museum.de
Publiziert: ensuite Nr. 140, August 2014






